Fever klären Luft nach Auseinandersetzung zwischen Clark und White
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Fever klären Luft nach Auseinandersetzung zwischen Clark und White

Die Indiana Fever haben nach zwei Niederlagen hintereinander interne Probleme angegangen. Am Montag sprachen Caitlin Clark und Trainerin Stephanie White öffentlich darüber, dass die Situation zwischen ihnen geklärt sei. Ein Sideline-Zwischenfall beim 100:84-Verlust gegen die Portland Fire am Samstag hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Doch damit nicht genug: Am Dienstag offenbarte Guard Sophie Cunningham, dass das Team am Montag ein langes, intensives Gespräch führte, um alle auf dieselbe Seite zu bringen.

"Wir hatten eine Team-Besprechung, eine lange Besprechung, und hoffentlich haben wir jetzt eine neue Seite aufgeschlagen", sagte Cunningham. "Ich denke, wir waren fast anderthalb bis zwei Stunden drin, und wir haben alle Schichten wieder aufgebaut. Ich denke, jeder befindet sich jetzt auf einem guten Stand und ist bereit zu arbeiten." Das Treffen startete zunächst mit den Trainern und entwickelte sich dann zu einer Spieler-Sitzung. Trainerin White relativierte die Dauer leicht, doch alle waren sich einig, dass diese Aussprache notwendig war.

Weder Cunningham noch All-Star Guard Kelsey Mitchell gaben Details darüber preis, was konkret besprochen wurde. Clark selbst hatte die Szene mit White am Montag heruntergespielt und gesagt, dass die Trainerin sie nur zu besseren Leistungen herausfordern wollte. Clark betonte, White sei jemand, "für die ich mein Leben lang einstehen werde". Mitchell sah den Vorfall ähnlich: "Ich denke, das gehört dazu, eine Familie zu sein. Wenn du denkst, alles ist Glanz und Glamour, irrst du dich. Harte Zeiten können dich stärken oder brechen, und hoffentlich bricht das uns nicht."

Die Situation der Fever ist tatsächlich kritisch. Mit einer 4:4-Bilanz befinden sie sich nur knapp außerhalb der Playoff-Zone und müssen am Donnerstag gegen Atlanta Dream mit Angel Reese antreten. Das Team, das als Titelfavorit die Saison begann, findet bislang nicht zu alter Stärke. Besonders in der Defense zeigen sich Probleme: Bei ligabesten 91,8 Punkten im Angriff lässt Indiana im Durchschnitt 89,0 Punkte zu, mit im Liga-Mittelfeld doppelt so viele Gegenpunkte wie erhofft.

Auch Clark selbst befindet sich nicht in Topform. Bei durchschnittlich 20,1 Punkten und 8,1 Assists pro Spiel verfehlt sie ihre Würfe deutlich häufiger als erwartet. Ihre Feldwurfquote liegt bei 39,3 Prozent, von der Drei-Punkte-Linie trifft sie nur 33,3 Prozent. Hinzu kommen 4,6 Ballverluste pro Spiel und defensive Schwächen. "Ich bin nicht perfekt, und ich weiß, dass ich nicht perfekt bin", gab Clark zu. "Gerade jetzt spielen wir wie ein .500-Team, und ich muss in den Spiegel schauen und wege finden, wie ich diesem Team helfen kann."

Cunningham sprach ein grundsätzlicheres Problem an: "Wir sind gerade viel zu weich, und das ist nicht unsere Identität." Die Fever haben alle nötigen Einzelteile, um zu gewinnen, aber die Intensität und Mentalität stimmen noch nicht. Das lange Team-Treffen soll das ändern. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob es funktioniert.

Ballports-Take: Die Fever erleben eine typische Rookie-Saison-Frustration, auch wenn die Stars eigentlich bereits etabliert sind. Caitlin Clark bleibt eine Zukunftsinvestition, deren Wert nicht an einem schwierigen Monat gemessen wird. Für deutsche Fans, die Clark seit ihren Iowa-Tagen verfolgen, ist wichtig: Diese Phase ist normal und kein Grund zur Panik. Allerdings muss die Defense besser werden, sonst wird es auch psychologisch schwieriger. Der Knackpunkt liegt bei der Frage, ob White und Clark diese Aussprache wirklich als Wendepunkt nutzen oder ob es nur ein vorübergehendes Ventil war.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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