Oklahoma City hat die Los Angeles Lakers mit 115:110 aus der zweiten Runde der NBA-Playoffs geworfen und steht damit mit einer makellosen 8:0-Bilanz in den Conference Finals. Shai Gilgeous-Alexander trug 35 Punkte bei, während Chet Holmgren 32,8 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dunk zum 111:109 versenkte. Der Thunder brauchte alle seine Präzision und Ruhe: Die Lakers gaben sich nicht geschlagen und führten lange Zeit, doch Oklahoma City spielte am Ende einfach besser Basketball.
LeBron James beendete sein 23. NBA-Saison mit 24 Punkten und 12 Rebounds, verpasste aber einen entscheidenden Bank Shot, der die Lakers hätte in Führung bringen können. Der 41-Jährige betonte nach der Partie, dass er sich Zeit für eine Entscheidung über die kommende Saison nehmen werde. Austin Reaves versuchte die Lakers mit 27 Punkten im Spiel zu halten und brauchte nur noch einen Dreier zum Ausgleich, verfehlte seine Chance aber acht Sekunden vor dem Ende. Rui Hachimura war mit 25 Punkten ebenfalls gefährlich und zeigte besonders im vierten Viertel starke Momente.
Die Lakers hatten mit großem Widerwillen gekämpft, verloren aber zum achten Mal in dieser Saison gegen Oklahoma City. Sie schafften es nicht in die Conference Finals, bereits das dritte Jahr in Folge. Thunder-Coach Mark Daigneault anerkannte die Leistung seiner Gegner: Die Lakers hätten gute Phasen gespielt und seien ein stolzes Team, doch sein Team habe sich diese Sieg hart erarbeitet. Oklahoma City gibt sich eine Woche Pause und wartet dann auf den Sieger aus der Serie zwischen San Antonio und Minnesota, die am Dienstagabend zum fünften Spiel gehen.
Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans ist dieser Thunder-Run beeindruckend, weil er zeigt, wie durchgehend Excellence aussieht. Gilgeous-Alexander ist ein MVP-Kandidat, der unter Druck liefert, und die Balance zwischen jungen Spielern wie Holmgren und etablierten Veteranen macht Oklahoma City zur derzeit am schwierigsten zu besiegenden Mannschaft. Die Lakers wiederum demonstrieren, dass auch große Namen und Playoff-Erfahrung nicht ausreichen, wenn die Tiefe und Konsistenz fehlt. James' Zukunft bleibt offen, doch diese Serie zeigt: Selbst Legenden können nicht alles allein reißen.