Connecticut ehrt Jonquel Jones mit Jerseyruhestand
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Connecticut ehrt Jonquel Jones mit Jerseyruhestand

Jonquel Jones stand unter Tränen, als die Connecticut Sun ihr Trikot mit der Nummer 35 in den Rafters der Arena hängte. Die Zeremonie fand am Montagabend statt, kurz bevor die Sun gegen die New York Liberty antraten. Jones hatte sechs Jahre lang für Connecticut gespielt, bevor sie 2023 zu den Liberty wechselte. Die Menge spendete stehend Applaus, während Jones sich an die Organisation wandte. "Danke, dass ihr mir eine Chance gegeben habt", sagte sie emotional. "Danke an die Fans. Auch wenn es die letzte Saison hier ist, habe ich großartige Erinnerungen und viel Erfolg erlebt."

Jones konnte das Spiel nicht bestreiten, da sie kurzfristig wegen einer Erkrankung ausfiel. Für die Sun ist diese Spielzeit besonders: Das Team verlässt Connecticut nach dieser Saison und zieht nach Houston um. Die Organization hat sich vorgenommen, sechs ehemalige Spieler in dieser Saison zu würdigen.

Die Connecticut Sun holten Jones 2016 in der Draft Night vom Los Angeles Sparks, im Austausch für Chelsea Gray. Diese Transaktion erwies sich für beide Teams als Glückstreffer. "Connecticut sah in mir jemanden, der direkt beitragen konnte, bevor ich je in der WNBA spielte", erklärte Jones. "Das bedeutet mir sehr viel." 2021 gewann sie die MVP-Auszeichnung der Liga. Mit dem Team erreichte sie die WNBA Finals 2019 und 2022.

In ihrer Zeit bei den Sun spielte Jones 196 Spiele und erzielte insgesamt 2.657 Punkte, womit sie es auf Platz fünf der Franchise-Statistik schaffte. Bei Rebounds rangiert sie mit 1.633 auf Platz drei, bei Blocks führt sie die Liste mit 270 an. Sun-Präsidentin Jen Rizzotti betonte die Bedeutung dieser Ehre: "Jonquels Vermächtnis soll für immer anerkannt sein. Das Hochziehen ihrer Nummer ist eine Hommage an eine der größten Spielerinnen unserer Franchise-Geschichte."

Jones gesellte sich zu einer illustren Gruppe ein. Bereits im Rafters hängen die Nummern von Margo Dydek, Katie Douglas, Nykesha Sales, Taj McWilliams-Franklin, Lindsay Whalen und Asjha Jones. In dieser Saison werden noch die ehemaligen Spielerinnen Jasmine Thomas und Alyssa Thomas sowie Tina Charles geehrt. Auch die Trainer Curt Miller und Mike Thibault werden gewürdigt.

Jones spielt mittlerweile für die New York Liberty und kann live dabei sein, wenn ihre alte Organisation sich verabschiedet. "Es ist etwas ganz Besonderes, diese Ehrung zu erhalten, während ich noch aktiv in der WNBA spielte", sagte sie. "Das ist Neuland für mich, und ich freue mich wirklich darauf."

Für deutsche Basketball-Fans, die die WNBA verfolgen, zeigt sich hier einer der großen Unterschiede zur europäischen Kultur: In der NBA und WNBA werden Spielerlegenden oft noch zu Lebzeiten verehrt. Jonquel Jones gehört zu den wenigen, die diese Ehre bereits während ihrer aktiven Karriere erhielten. Sie bleibt eine der prägendsten Figuren der Connecticut Sun und hinterlässt messbare Spuren in fast jeder statistischen Kategorie des Teams. Dass die Sun ausgerechnet in ihrer letzten Saison am Originalstandort diese Zeremonie abhielten, verleiht dem Moment zusätzliches Gewicht für die Franchise.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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