Das Duell zwischen Caitlin Clark von den Indiana Fever und Paige Bueckers von den Dallas Wings zum Auftakt der WNBA-Saison hat am Samstagabend 2,49 Millionen Menschen vor die Bildschirme gelockt. Der Erfolg der Wings mit 107:104 reicht für Platz zwei in der Historie der am meisten gesehenen Spiele der Liga im Fernsehen von ABC oder ESPN. Unter den Top-15-Sportereignisse der Woche war dieses Spiel damit vertreten, wie die Nielsen-Daten zeigen. Die Konkurrenz kam ausschließlich aus den NBA-Playoffs.
Die Begegnung hatte einen besonderen Glanz: Auf dem Parkett standen die letzten vier Nummer-1-Picks des WNBA-Drafts. Neben Clark und ihrer Teamkollegin Aliyah Boston spielten Bueckers und Azzi Fudd für Dallas. Für Clark war es das erste Spiel einer neuen regulären Saison seit Juli des vergangenen Jahres. Trotz dieser Quoten reichte es nicht ganz an den Saisonauftakt des Vorjahres heran, als 2,7 Millionen Zuschauer verfolgten, wie die Fever gegen Angel Reese und die Chicago Sky antraten.
Das Bilanz-Bild für Clark fällt beeindruckend aus: Die drei meistgesehenen WNBA-Spiele überhaupt auf ESPN oder ABC hatten alle Clark am Start. Ein Playoff-Spiel zwischen Indiana und Connecticut Sun im Jahr 2024 zog 2,54 Millionen Zuschauer an. Das zweite Spiel des Doppelheaders am Wochenende, ein Wiedersehen zwischen Las Vegas und Phoenix aus dem Finale der letzten Saison, kam auf 1,15 Millionen Zuschauer. Der gesamte Doppelheader erreichte durchschnittlich 1,9 Millionen Zuschauer und war damit das zweitmostgesehene Eröffnungswochenende in der Geschichte von ABC und ESPN für die WNBA.
Der Aufschwung hält an: Die Liga wird diese Saison 216 Spiele und Events in regelmäßigen Programmen zeigen. Die Übertragungen verteilen sich auf ABC, ESPN, CBS, Amazon Prime Video, ION, NBC, USA Network und NBA TV. ESPN sendet die WNBA seit deren Start 1997.
Ballports-Take: Caitlin Clark ist für die WNBA zum neuen Zugpferd geworden, was in Europa bislang kaum möglich war. Für deutschsprachige Basketball-Fans zeigt sich hier ein Muster, das wir aus der NBA kennen: Ein Star allein kann die Popularität einer ganzen Liga anheben. Besonders interessant wird es, wenn solche Blockbuster-Matchups international gestreamt werden oder auf deutschen Plattformen landen. Die WNBA positioniert sich mit dieser Strahlkraft als ernstzunehmender Konkurrenzwettbewerb zu anderen Sportligen, nicht nur in den USA. Wer die EuroLeague und Basketball in Europa verfolgt, sollte Clark und ihre Generation nicht ignorieren.