Die Chicago Sky mussten am Sonntag einen Schreckmoment verkraften. Ihre beste Scorerin Rickea Jackson zog sich eine Verletzung am linken Knie zu und konnte nicht weitermachen. Das Team gewann die Partie gegen die Minnesota Lynx trotzdem mit 86:79, doch der Preis war hoch.
Die Verletzung passierte in der ersten Halbzeit, als Jackson mit knapp über fünf Minuten im zweiten Quarter zum Korb fuhr. Sie setzte ihr linkes Bein unglücklich auf, sackte zusammen und musste wenig später mit Unterstützung in die Kabine gehen. Danach war für sie das Spiel vorbei. Jackson war mit 22 Punkten pro Spiel in diese Saison gegangen und führte die Sky damit in der Scoring-Statistik an.
Die 6-foot-2 Forward war 2024 an vierter Stelle gedraftet worden und kam im Offseason aus Los Angeles zu Chicago. Bei den Sparks hatte sie zuletzt 14,7 Punkte und 3,2 Rebounds pro Spiel gemacht. Jetzt sollte ihr drittes Jahr in der Liga der Durchbruch werden. Stattdessen muss die Sky sich mit einer weiteren Verletzung arrangieren.
Das Team hat ohnehin schon genug mit dem Lazarett zu kämpfen. Azura Stevens (Knie), DiJonai Carrington (Fuß) und Courtney Vandersloot (Knie) haben noch gar nicht gespielt. Auch Skylar Diggins saß am Sonntag wegen einer Augenverletzung auf der Bank. Trotzdem startete Chicago stark in die Saison. Mit dem Sieg gegen Minnesota verbeserte sich die Sky auf 3:1. Nach vier Auswärtsspielen zum Auftakt können die Chicagoer am Mittwoch endlich zu Hause antreten, dann kommt Dallas.
Ballports-Take: Jackson war eines der spannendsten Talente im WNBA-Offseason und sollte Chicago nach Jahren der Mittelmäßigkeit wieder Richtung Playoffs bringen. Dass sie sich jetzt gleich zu Saisonbeginn verletzt, trifft die Sky im schlechtesten Moment. Die Liste der Ausfälle wird immer länger, und ob Jackson schnell zurückkommt, ist unklar. Für deutsche Fans, die die Sky verfolgen, wird die nächste Zeit frustrierend, wenn die Offense ohne ihre beste Scorerin auskommen muss.