Victor Wembanyama hat die San Antonio Spurs mit einer überragenden Leistung zum Auftaktsieg in der Western Conference Finals geführt. Der französische Superstar erzielte 41 Punkte und führte sein Team zu einem 122:115-Sieg in der Overtime gegen die Oklahoma City Thunder. Damit gehen die Spurs mit 1:0 in der Serie ins zweite Spiel, das am Mittwochabend um 20:30 Uhr MEZ in Oklahoma City stattfindet.
Die Thunder hatten mit Alex Caruso 31 Punkte in der Partie, konnten aber Wembanyamas Dominanz unter dem Korb nicht stoppen. Die beiden Teams gehen als extrem ebenbürtig in diese Serie: Die Thunder führen die Western Conference mit 64:18 Siegen an, die Spurs folgen knapp dahinter mit 62:20. Beide Teams fahren eine hervorragende Defensive und schießen ähnlich effizient aus dem Feld.
Gegen die Thunder muss die San Antonio Verteidigung vor allem auf Shai Gilgeous-Alexander achten. Der Star der Thunder legt im Schnitt 31,1 Punkte und 6,6 Assists auf und ist damit einer der dominantesten Offensiv-Spieler der Saison. Daneben hat Chet Holmgren in den letzten zehn Spielen 15,7 Punkte und 8,1 Rebounds im Schnitt geholt.
Für die Spurs ist Stephon Castle neben Wembanyama zum wichtigen Offensiv-Motor geworden. Der Guard kommt auf 16,6 Punkte, 5,3 Rebounds und 7,4 Assists pro Spiel und gibt der Offense Struktur. Wembanyama selbst hat in den vergangenen zehn Partien 20,4 Punkte und 12,2 Rebounds bei einer Quote von 53,4% gemacht und zeigt konsistente Leistungen auf beiden Seiten des Feldes.
Die Thunder sind mit 41:11 in Conference-Spielen besonders stark und scorieren durchschnittlich 119,0 Punkte pro Partie. Die Offensive dominiert dabei ihre Gegner um 11,1 Punkte im Schnitt. Die Spurs antworten mit 119,8 Punkten pro Spiel und haben damit einen Vorsprung von 8,3 Punkten auf ihre Gegner. In den letzten zehn Spielen spielten beide Teams auf Augenhöhe: Jede Serie endete 8:2 für die jeweilige Mannschaft.
Für das zweite Duell fehlen den Thunder Thomas Sorber mit einer Knieverletzung für die restliche Saison. Bei den Spurs sind David Jones Garcia und De'Aaron Fox mit Knöchelverletzungen nicht einsatzfähig.
Ballports-Take: Wembanyama hat in den bisherigen Playoff-Spielen seine Fähigkeit demonstriert, gegen Top-Verteidigungen zu treffen und sein Team im Crunch-Time zu tragen. Für Fantasy-Basketball-Manager ist er in dieser Serie ein absoluter Lockout-Pick und könnte sein ADP massiv nach oben treiben. Die Thunder sind allerdings mit Gilgeous-Alexander und ihrer Defensive keineswegs zu unterschätzen. Deutsche Fans sollten Wembanyama weiter intensiv beobachten, denn sein Durchmarsch in die Finals könnte ihn zum globalen Superstar machen. Eine Western Conference Finals zwischen zwei so talentierten jungen Teams wird die nächsten zwei Wochen dominieren.