Die Los Angeles Sparks kämpfen gegen einen Negativtrend. Drei Spiele hintereinander haben sie verloren, am Mittwoch um 22 Uhr MEZ treffen sie auf die Indiana Fever. Damit beginnt für Los Angeles ein heikles Heimspiel: Mit einer 3-7-Bilanz in eigener Halle gehören die Sparks nicht zu den stabilsten Teams im eigenen Gebäude.
Indiana kommt mit Rückenwind nach Los Angeles. Die Fever stehen mit einer 12-8-Gesamtbilanz und beachtlichen 4-4 Auswärtsrekord an. Das Team hat in den letzten zehn Spielen 7 Siege geholt. Die Chancen sprechen klar für die Gäste: Indiana schießt diese Saison mit 49,3% aus dem Feld, während Los Angeles nur bei 43,3% liegt. Hinzu kommt Indianas Dominanz im Rebound-Spiel. Mit durchschnittlich 34,5 Rebounds pro Spiel (gegenüber 32,2 für Los Angeles) führt die Fever die Liga an. Aliyah Boston ist dabei die Treiberin und pflückt im Schnitt 8,6 Bretter pro Partie.
Beim letzten Aufeinandertreffen am 28. Juni gewann Indiana deutlich mit 111-87. Kelsey Mitchell war mit 26 Punkten die Hauptverantwortliche, für Los Angeles reichte Nneka Ogwumike mit 17 Zählern nicht aus. Mitchell zeigt sich in dieser Saison konstant und mittelt 21,9 Punkte pro Spiel. Noch gefährlicher wird es für die Sparks durch Caitlin Clark, die in den letzten zehn Spielen 19,2 Punkte pro Abend macht und damit zum Scoring-Anker Indianas entwickelt hat.
Für Los Angeles ist die Situation angespannt. Kelsey Plum, die über die letzten zehn Spiele 23,9 Punkte mitnahm, fällt mit einer Unterschenkelverletzung aus. Auch Cameron Brink fehlt verletzungsbedingt. Dearica Hamby muss daher verstärkt Verantwortung übernehmen. Sie kommt auf 14,3 Punkte und 7,7 Rebounds pro Spiel und wird zur Anker-Spielerin in dieser Match-up. Erica Wheeler, die Leader in der Spielvorbereitung, sortiert die Offense mit 4,8 Assists je Spiel.
Die Statistiken der letzten zehn Spiele zeigen das Ausmaß des Formtiefs der Sparks. Während die Fever mit 97,7 Punkten durchschnittlich punkten und dabei ihre Gegner auf 91,2 Punkte halten, muss Los Angeles mit nur 87,1 eigenen Zählern auskommen und lässt gegnerischen Offensiven im Schnitt 95,3 Punkte zu. Das ist ein großes Problem. Indiana hat hier einen echten Vorteil entwickelt.
Für die Sparks wird dieses Spiel zu einem Wendepunkt-Moment. Ohne Plum und Brink müssen die Ersatzspieler schnell Verantwortung annehmen. Hamby und Wheeler müssen zusammen die Bürde tragen, die sonst verteilt war. Indiana hingegen hat mit Clark, Mitchell und Boston ein Problem-Trio aufgebaut, das Los Angeles in aller Härte herausfordern wird.
Für deutsche WNBA-Fans ist dies eines der wichtigsten Spiele der Woche. Die Sparks stehen mit 8-11 unter Druck und müssen Siege sammeln, um nicht zu weit zurückzufallen. Indiana mit der starken Form und der Defensive Präsenz zeigt, wie wichtig Tiefe und Konsistenz in der modernen WNBA sind. Wer hier gewinnt, erhält einen echten Schub in der Western Conference.