Anunoby trainiert wieder, Hamstring weniger schlimm als befürchtet
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Anunoby trainiert wieder, Hamstring weniger schlimm als befürchtet

OG Anunoby ist zurück auf dem Trainingsplatz der New York Knicks. Der Forward verletzte sich in Spiel 2 der Eastern Conference Semifinals gegen die Philadelphia 76ers am 6. Mai an der rechten Oberschenkelrückseite, musste die letzten beiden Partien jener Serie ausfallen. Jetzt absolviert er wieder vollständiges Training und gibt Entwarnung: Die aktuelle Verletzung sei deutlich weniger dramatisch als eine ähnliche Blessur von vor zwei Jahren.

"Es hat sich nicht so schlecht angefühlt wie damals, als es passierte", sagte Anunoby nach dem Training. "Wenn man das weiß, versucht man einfach, Tag für Tag besser zu werden." Bei der früheren Verletzung 2024 gegen Indiana brauchte er vier Spiele Pause und kehrte erst für Spiel 7 zurück. Damals war er deutlich nicht bereit, Coach Mike Brown nahm ihn nach fünf Minuten aus dem Spiel. Diesmal beschreibt Anunoby das Gefühl eher als unangenehm denn als schmerzhaft. Er versuchte weiterzuspielen, verpasste aber einen Dunk kurz nach der ersten Schmerzempfindung.

Die Sorge um Anunoby war unmittelbar groß. Der 27-Jährige läuft in diesen Playoffs mit 21,4 Punkten pro Spiel auf und trifft 61,9 Prozent aus dem Feld sowie 53,8 Prozent von der Dreierlinie. Defensiv gilt er als beste Spieler der Knicks. Seine Gesundheit kann über die Chancen der gesamten Serie entscheiden. Allerdings haben die Knicks Zeit. Sie fegten Philadelphia 4:0 vom Platz, während Cleveland und Detroit noch Spiel 7 austragen müssen. Die Eastern Conference Finals starten deshalb erst Dienstag statt bereits Sonntag, was Anunoby zusätzliche Ruhetage gibt.

Aanunoby absolvierte die ersten Reha-Phasen im Wasser und in der Kraftkammer, bevor er zum Platztraining übergehen konnte. Dort zeigte er bereits Sprints. "Er sieht gut aus für mich", meinte Teamkollege Mikal Bridges. "Ich glaube, vielleicht haben sich die Fans und Medien etwas mehr Sorgen gemacht, aber ich kenne OG und seinen Körper, also denke ich, dass es ihm gut gehen wird." Brown hielt sich bezüglich Spiel 1 noch bedeckt, wirkte aber optimistisch über die Trainingsleistungen des Tages. "So etwas durchzumachen ist in dieser Jahreszeit kein Vergnügen", erklärte Brown. "Man will zum Gipfel aufsteigen und braucht dafür Glück, Können und dass alle gesund sind. Man hofft, dass alles in die richtige Richtung läuft, wenn es zählt."

Ballports-Take: Für europäische Knicks-Fans ist Anunoby die wichtigste Story dieser Playoffs. Der Kanadier ist das Herzstück dieser New-York-Mannschaft, defensiv und offensiv. Wenn er nicht rechtzeitig fit wird, sinken die Chancen gegen eine Cleveland-Mannschaft, die ohne große Ausfälle dasteht, erheblich. Die zusätzlichen zwei Tage Vorbereitung durch den verzögerten Start helfen. Die bisherige Trainingsleistung deutet darauf hin, dass Anunoby zumindest Chancen auf Spiel 1 hat. Das ist die gute Nachricht für New York.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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