Gilgeous-Alexander gewinnt zweiten MVP-Award nacheinander
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Gilgeous-Alexander gewinnt zweiten MVP-Award nacheinander

Shai Gilgeous-Alexander hat sich den NBA MVP für die Saison 2025-26 gesichert und reiht sich damit in die Elite der Liga ein. Der 27-jährige Point Guard der Oklahoma City Thunder führte sein Team zu einer beeindruckenden 64-Siege-Saison und sicherte ihnen die Nummer-1-Seed in den Playoffs. Mit durchschnittlich 31,1 Punkten pro Spiel bei 68 Einsätzen prägte er jede Phase der Saison entscheidend.

Gilgeous-Alexander wird der 16. Spieler in der NBA-Geschichte, der den MVP mindestens zweimal gewinnt. Seine Konkurrenz war hochkarätig: Nikola Jokic, der dreimalige MVP der Denver Nuggets, dominierte die Liga bei den Assists und Rebounds. Der Center spielte 65 Spiele, erzielte 27,7 Punkte und führte die Liga bei 12,9 Rebounds und 10,7 Assists pro Spiel an. Damit wurde Jokic der erste Spieler überhaupt, der gleichzeitig bei beiden Kategorien Ligaführer war. Im zweiten Jahr nacheinander erzielte er einen Triple-Double-Schnitt.

Die eigentliche Sensation war aber Victor Wembanyama. Der 22-jährige Center der San Antonio Spurs entwickelte sich zum jüngsten und ersten einstimmigen Gewinner des Defensive Player of the Year Awards. Wembanyama spielte in 64 Spielen 25,0 Punkte, 11,5 Rebounds und 3,1 Blocks pro Spiel. Diese Statistik-Kombination hatte zuletzt Shaquille O'Neal 2000 erreicht. Mit Wembanyama auf dem Platz outscoreten die Spurs ihre Gegner um 17 Punkte pro 100 Possessions, ein außergewöhnlicher Wert. Die Spurs legten zum Ende der Saison eine Wahnsinnsserie hin: 27 Siege in den letzten 29 Spielen zwangen sie sich zurück in die MVP-Diskussion.

Für ESPN-Kolumnist Tim Bontemps war die Entscheidung eindeutig. Gilgeous-Alexander verdient den Award, weil er sein Team nicht nur durch Klasse führte, sondern die Thunder auch während Verletzungsproblemen an der Spitze hielt. Beim Vergleich zwischen Jokic und Wembanyama gab die Spielminuten-Differenz den Ausschlag: Jokic spielte 2.265 Minuten, Wembanyama 1.866. Das war der Knackpunkt zwischen zwei faszinierenden Kandidaten.

Die MVP-Abstimmung wurde zum Krimi erst in den letzten Tagen der Regular Season. Wembanyamas späte Karriere-Explosion brachte San Antonio so nah an die Spitze heran, dass der 7-Fuß-4-Spieler tatsächlich zum jüngsten MVP seit Derrick Rose (vor 15 Jahren als Dritter) hätte werden können. Laut dem finalen MVP Straw Poll von ESPN mit 100 Medienmitgliedern führte Gilgeous-Alexander aber die Abstimmung an, während Wemby seine Serie nicht ganz bis zum Ende durchziehen konnte.

Ballports-Take: Für European Basketball Fans ist das die perfekte Saison um Wembanyama zu verstehen. Der Franzose spielt auf einem Level, das ihn in drei Jahren schon zu einem MVP-Kandidaten macht. Seine defensive Dominanz und die Effizienz-Werte zeigen, warum NBA-Scouts ihn als generationsübergreifendes Talent einstufen. Wembanyama wird die nächsten Jahre prägen, auch wenn er diesen Award nicht holte. Parallel zeigt Gilgeous-Alexander, dass man mit Durchschnittswerten von über 31 Punkten und sauberer Ballhandlung ein ganzes Team tragen kann. Für Fantasy-Basketball und EuroCup-Zuschauer: Behaltet diese drei Namen im Kopf, das ist die aktuelle NBA-Elite.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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