Der Sommer 2026 wird für NBA-Free-Agents ein schwieriges Geschäft. Nur drei Teams haben echte Cap Space: Brooklyn Nets, Chicago Bulls und Los Angeles Lakers. Elf weitere können nur die 15-Millionen-Dollar Non-Tax Midlevel Exception anbieten. Das ist die Folge davon, dass über 60 Spieler in den vergangenen zwei Saisons Rookie- oder Veteran Extensions unterschrieben haben. Die Milwaukee Bucks zeigten aber im letzten Sommer, dass es Wege gibt, Platz zu schaffen. Sie streckten Damian Lillard und holten sich damit Myles Turner, den einzigen Free Agent, der in diesem Zeitraum zu einem Starting Salary über 20 Millionen wechselte.
Es gibt allerdings mehr Optionen als nur Cap Space oder Exceptions. In den letzten zwei Offseasons wechselten 15 Spieler via Sign-and-Trade, darunter Duncan Robinson, DeMar DeRozan und Klay Thompson. Bobby Marks analysiert die 20 größten Free Agents und welche Kontrakte realistisch sind.
LeBron James steht an der Spitze der Liste. Der 41-Jährige wurde bereits zum 23. Mal ins All-Star-Game gewählt und durchschnittlich über 20 Punkte, sechs Rebounds und sieben Assists pro Spiel. Im Playoffs ohne Luka Doncic schafften die Lakers etwas Historisches: Sie gewannen eine Serie und waren das erste Team ever, das eine Playoff-Serie ohne den besten Scorer der regulären Saison gewann. James scoring average gegen Houston in der ersten Runde betrug 23,1 Punkte. Nach dem 1. März spielten die Lakers 15-4 in Spielen mit James. Marks' Einschätzung: Ein Jahr, 30 Millionen Dollar mit vollständiger No-Trade Clause ist der richtige Preis.
Die Frage ist, ob die Lakers sich das leisten können, während sie Austin Reaves neu ausstatten müssen. Bei 30 Millionen für James hätten sie Raum, Luke Kennard und Rui Hachimura zu halten und die volle 15-Millionen Non-Tax Midlevel Exception zu nutzen. Lakers President of Basketball Operations Rob Pelinka drückte es so aus: "Wir haben wahrscheinlich nie einen Spieler gesehen, der das Spiel so sehr geehrt hat wie er. Er hat seinen Mitspielern und dieser Organisation so viel gegeben. Und das Einzige, das wir tun wollen, ist ihn genauso zu ehren zurück." Alternativen für James wären Cleveland, Denver, Golden State oder New York, aber nur mit dem Minimum von 3,9 Millionen Dollar.
Ballports-Take: Für deutsche Fans ist dieser Markt ein Lehrbeispiel dafür, wie moderne NBA-Struktur funktioniert. Die Salary Cap und Extension-Deals formen den ganzen Sommer, nicht freie Marktkräfte. James' Situation zeigt, dass selbst eine All-Time-Great kompromissen muss. Wer die Lakers verfolgt, sollte auf Reaves' nächsten Vertrag achten, denn der entscheidet, ob LeBron bleibt oder geht.