Die Phoenix Mercury haben gegen die Chicago Sky ein Nervenspiel gewonnen. Am Freitagabend siegten sie 91-83, obwohl sie im zweiten Durchgang einen 17-Punkte-Vorsprung verspielt hatten. Jovana Nogic war die Führungsfigur der Siegerin, die 28-jährige Serbin erzielte 27 Punkte. Alyssa Thomas und Kahleah Copper steuerten je 17 Punkte bei. In den entscheidenden Momenten dominierte diese Trio das Spiel. Als Chicago auf 84-83 herangekommen war, noch 2:09 Minuten zu spielen, zog Phoenix davon. Nogic, Thomas und Copper punkteten im Schlussspurt gemeinsam sieben Mal, sicherten sich vier Rebounds und zwei Steals.
Phoenix hätte das Spiel längst entscheiden können. Nach dem ersten Viertel führten die Mercury 45-35, später sogar 54-37. Ein freiwurf von Nogic nach einem technischen Foul gegen Chicagos Trainer Tyler Marsh hatte Phoenix früh den Komfort verschafft. Dann stockte die Offensive der Hausherren. Chicago arbeitete sich in den dritten Viertel zurück, reduzierte das Defizit bis zum Ende des Viertels auf zehn Punkte. Die Sky spielten mutig auf, Rickea Jackson traf einen Dreier zum 75-73 für Chicago. Sie erneut zum 80-79 mit noch 3:49 Minuten. Die Mercury ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.
Phoenix schoss beeindruckend von der Freiwurflinie. 37 von 41 Versuchen landeten im Korb, eine Quote von über 90 Prozent. Besonders bemerkenswert: Es war der 49. Geburtstag von Coach Nate Tibbetts. Natasha Mack trug mit 10 Punkten zum Sieg bei. Für Chicago erzielte Jackson 29 Punkte, Rookie Gabriela Jaquez steuerte 13 Punkte bei. Kamilla Cardoso blieb auf sieben Punkte beschränkt. Ein großer Ausfall war Skylar Diggins, die vor der Saison 18 Punkte im Schnitt erzielte. Eine Augenverletzung beendete ihre Nacht bereits im zweiten Viertel, ohne dass sie Punkte gesammelt hatte.
Ballports-Take: Nogic ist eine interessante Geschichte für europäische Basketball-Fans. Die Serbin kam als 28-jährige Rookiein die WNBA und zeigt sofort, dass sie spielen kann. Ihre 27 Punkte in einem engen Spiel deuten an, dass sie nicht nur Rotationsspieler ist. Phoenix hat mit dieser Kombination aus etablierten Stars wie Thomas und Copper sowie einer torgefährlichen Newcomerin wie Nogic eine offensive Waffe gefunden. Für Fans, die europäischen Basketball folgen, ist Nogics Erfolg ein gutes Zeichen, dass reife Talente von außerhalb der NCAA noch immer sofort in der besten Liga der Welt etwas reißen können.