Kamara bleibt cool trotz ungewisser Saints-Zukunft
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Kamara bleibt cool trotz ungewisser Saints-Zukunft

Alvin Kamara sitzt in der Ungewissheit fest. Der Running Back der New Orleans Saints ist zwar noch bis 2026 unter Vertrag, doch die Franchise hat ihn seit Monaten in der Schwebe gelassen. Mit 30 Jahren, einer belasteten Verletzungshistorie und einem Jahresgehalt von 11,5 Millionen Dollar steht er unter Druck. Im März verschärfte sich die Situation noch, als die Saints Travis Etienne Jr. verpflichteten und ihm einen Vier-Jahres-Vertrag über 47,4 Millionen Dollar gaben. Das war ein klares Zeichen: New Orleans plant möglicherweise ohne Kamara als Centerpiece.

Doch der 30-Jährige nimmt es gelassen. "Das ist ein Business, auf beiden Seiten", sagte er am Mittwoch bei den Voluntary OTAs im Trainingscenter in Metairie. Er wolle junge Spieler immer wieder warnen, die Dinge nicht persönlich zu nehmen. Wer nicht versteht, dass Football ein Geschäft ist, wird überrascht. Ihn überrascht nichts mehr. Kamara betonte, dass zwischen ihm und dem Management kein schlechtes Blut herrscht. Sein Agent kümmert sich um alle vertraglichen Angelegenheiten, mit General Manager Mickey Loomis habe er kein persönliches Gespräch geführt. Auch über einen möglichen Gehaltsverzicht wurde nicht geredet.

Mickey Loomis hatte Anfang Mai klargemacht, dass Kamaras Status ein Ressourcen-Management-Problem sei. Man wolle sehen, wie er ins Roster passt. Loomis und die Saints haben keine Eile. Trainier Kellen Moore reagierte überrascht, als Kamara bei den OTAs auftauchte. Das war seine erste Teilnahme an der freiwilligen Offseason-Phase seit 2019. Üblicherweise erscheint Kamara erst zur obligatorischen Minicamp, obwohl sein Vertrag vorsieht, dass sein Base Salary um 358.000 Dollar sinkt, wenn er nicht 100 Prozent der freiwilligen Team-Workouts absolviert. Diese Klausel wurde nach seiner letzten Vertragsverlängerung Mitte der 2024er-Saison hinzugefügt.

Wie Kamara sagte, entschied er sich erst Dienstagabend, nach New Orleans zu fliegen. Warum gerade diese Woche und nicht schon beim Start der OTAs, erklärte er nicht. "Ich bin einfach hergekommen, um bei der Truppe vorbeizuschauen", sagte er. "Mein Locker ist noch hier. Mein Fingerabdruck funktioniert noch an der Tür. Ich bin also hier, richtig?" Ob er nächste Woche wieder kommt, ließ er offen. Das ist typisch Kamara: pragmatisch, entspannt, ohne Drama. Moore fand es "großartig" zu sehen, dass Kamara sich blicken lässt, auch wenn diese freiwillige Phase historisch von ihm gemieden wurde.

Ballports-Take: Kamaras Auftritt ist ein Zeichen seiner mentalen Stärke, ändert aber wenig an der grundsätzlichen Situation. Die Saints signalisieren mit der Verpflichtung von Etienne Jr., dass sie eine neue Richtung einschlagen wollen. Für Fantasy-Spieler sinkt Kamaras Stock weiter, sein Snap-Anteil dürfte begrenzt bleiben. Wer ihn in redraft Leagues noch picken will, muss mit deutlich weniger Volumen rechnen. In der deutschen Community bleibt Kamara ein Name zum Beobachten, aber nicht zum Zocken. Seine Coolness bewahrt ihn vor Drama, nicht vor Realität.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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