Die NBA hat ihre Ermittlungen gegen die Milwaukee Bucks eingestellt und will keine weiteren Konsequenzen einleiten. Das teilte ESPN-Reporter Shams Charania mit. Die Liga war im März aktiv geworden, nachdem Giannis Antetokounmpo und sein Team völlig unterschiedliche Versionen davon erzählten, ob der Star-Forward zur Saison zurückkehren konnte.
Antetokounmpo hatte sich am 15. März die linke Kniescheibe überdehnt. Danach spielte er für die Bucks nicht mehr. Der Grieche betonte mehrfach gegenüber der Liga, dass er fit genug gewesen wäre, um auf dem Platz zu stehen. Die Bucks dagegen behaupteten, dass Antetokounmpo gar nicht spielen wollte. Sie verwiesen darauf, dass er sich mehrmals weigerte, an 3-gegen-3-Scrimmages teilzunehmen, die Teil des Rückkehr-Protokolls waren.
Beim obligatorischen Ende-der-Saison-Pressekonferenz äußerte sich Antetokounmpo dann verwirrt zu dem ganzen Vorfall. Er sagte, er habe das 3-gegen-3-Trainingsformat mehrmals absolviert und habe sich nie dem Trainingsbetrieb verweigert. Verstanden habe er nicht, warum die Freigabe ausblieb. "Ich bin nie in meinem Leben dem Trainieren ausgewichen", sagte Antetokounmpo.
Die Milwaukee Bucks signalisieren inzwischen der NBA, dass sie bereit sind, über einen Austausch des zweifachen MVP zu sprechen. Der Superstar könnte also im Offseason zum Auslaufmodell werden.
Ballports-Take: Für europäische Fans bleibt unklar, was hinter dieser Konfrontation steckt, aber das Signal ist eindeutig: Die Bucks und Antetokounmpo sind kein Traumpaar mehr. Ein Trade würde die Basketball-Landschaft massiv verändern und könnte das Interesse an der NBA auch in Deutschland wieder anfachen, falls er ein Contender-Team verstärkt. Wer Antetokounmpo im nächsten Draft kauft oder hält, muss mit erheblicher Unsicherheit rechnen.