Florida plant 1,45-Milliarden-Dollar-Renovation des Ben Hill Griffin Stadium
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Florida plant 1,45-Milliarden-Dollar-Renovation des Ben Hill Griffin Stadium

Die University of Florida hat sich zu einem der ambitioniertesten Bauprojekte im College Football verpflichtet: Eine 1,45-Milliarden-Dollar-Sanierung des Ben Hill Griffin Stadium, das unter dem Namen "The Swamp" legendär ist. Die Universität stellte die Details vor einer Versammlung des Board of Trustees vor und nannte konkrete Zahlen, die deutlich über früheren Schätzungen liegen. Ursprünglich hatte man 2018 mit einer 400-Millionen-Dollar-Lösung gerechnet, doch aus einer kurzfristigen Reparatur wurde eine langfristige Neugestaltung.

Die Bauarbeiten sollen in der Offseason 2027 beginnen und bis zur Offseason 2030 abgeschlossen sein. Das Stadium, das bald 100 Jahre alt wird, soll dabei nicht seine Identität verlieren. Die charakteristischen orange Wing Walls bleiben erhalten, ebenso das unterirdisch gelegene Spielfeld, das The Swamp so unverwechselbar macht. Florida hat sich bei anderen legendären Stadien inspiriert: Fenway Park, Wrigley Field und Lambeau Field wurden besucht, um Wege zu finden zwischen Traditionspflege und moderner Infrastruktur. Die Renovierung folgt letztlich dem Vorbild von Lambeau aus den Jahren 2012-13, wo die Green Bay Packers die untere Bowl erhielten und darüber neu bauten.

Die geplanten Arbeiten sind umfassend. Aktuelle Logen werden überarbeitet, neue kommen auf der Ostseite hinzu. Premium-Sitzbereiche entstehen neu, hochmoderne Videoboards und Audiosysteme werden installiert. Ein großer Teil der 500 Millionen Dollar entfällt auf aufgeschobene Instandhaltungsarbeiten, Infrastrukturverbesserungen sowie breitere Gänge und Handläufe zur Einhaltung des Americans with Disabilities Act. Die Kapazität bleibt bei 88.548 Zuschauern, obwohl die untere Bowl tausende Plätze verliert. Die neuen Logen gleichen diesen Rückgang aus, und alle Premium-Bereiche werden offen gestaltet statt wie bisher hinter Glas.

Die Finanzierung soll durch private Spenden, Kapitalrücklagen und langfristige Schulden erfolgen, die vom Florida Board of Governors genehmigt wurden. Die genauen Details folgen noch dieses Jahr. Für die Gators könnte das wirtschaftliche Folgen haben: Das Stadium generiert derzeit etwa 75 Millionen Dollar jährlich aus Ticketverkäufen, Verpflegung, Parkplätzen und Spenden. Mit einer modernisierten Anlage könnte sich dieser Ertrag verdoppeln. Dieses zusätzliche Geld könnte Florida helfen, im Football und in ihren anderen 20 Sportarten wettbewerbsfähiger zu sein.

Für europäische Football-Fans ist dieses Projekt ein Lehrstück über die finanzielle und infrastrukturelle Dimension von Top-College-Football. Während die ELF und deutsche Clubs mit deutlich kleineren Budgets arbeiten, zeigt Floridas Investition, wie amerikanische Elite-Unis in ihre Stadien pumpen, um recruiting-Vorteile zu sichern und Einnahmen zu maximieren. The Swamp bleibt trotz aller Modernisierung das, was es immer war: einer der brutalsten Orte zum Spielen im College Football. Die Renovation macht es nur noch attraktiver für gegnerische Teams zu besuchen und für Spieler zu trainieren.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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