Brissett boykottiert Cardinals-Training im Vertragstreit
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Brissett boykottiert Cardinals-Training im Vertragstreit

Jacoby Brissett fehlt beim Training der Arizona Cardinals. Der Quarterback kommt nicht zu den OTAs, die diese Woche in Tempe begannen. Brissett protestiert gegen seinen aktuellen Vertrag und fordert eine Neuverhandlung.

Die Situation ist festgefahren. Brissett unterzeichnete im März 2025 einen zweijährigen Deal, der ihm für diese Saison 4,88 Millionen Dollar bringt, mit der Option auf 5,39 Millionen. Nur 1,5 Millionen sind garantiert. Zum Vergleich: Gardner Minshew II, den die Cardinals zeitgleich als Free Agent holten, erhielt 5,14 Millionen garantiert für 2026. Das ist ein großes Ungleichgewicht. Nach ESPN-Informationen liegen Brissett und die Cardinals bei den Neuverhandlungen "deutlich" auseinander. Die Gespräche laufen schon seit Monaten, ohne Fortschritt.

Brissett zeigte in der vergangenen Saison, warum er eine bessere Bezahlung will. Der 33-Jährige startete 12 Spiele für Arizona und war ab Woche 6 der beste Quarterback der Liga in mehreren Kategorien: Dropbacks, Play-Actions, Completions und Attempts. Bei den Passing Yards lag er auf Platz zwei, bei der Completion Percentage Above Expected auf Platz vier. Kyler Murray war verletzt, Brissett bekam seine Chance und nutzte sie.

Die Cardinals machten Brissett mittlerweile klar, dass er ihr Starting Quarterback ist. Das ist eine Veränderung zu März: Damals, nach Murrays Freigabe, wusste Brissett nicht, ob er der Starter werden würde. Jetzt hat der Coach ihn in die Rolle investiert. Und genau das ist Brissetts Argument: Wenn ich der Starter bin und diese Leistung gebracht habe, muss der Vertrag das abbilden.

Die Cardinals haben drei weitere OTAs nächste Woche und eine vierte vor dem verpflichtenden Minicamp vom 8. bis 10. Juni. Brissett fehlt allem. Das ist ein klares Signal. Solche Konflikte können schnell eskalieren oder gelöst werden, aber derzeit zeigt der QB keine Bereitschaft, nachzugeben.

Ballports-Take: Für deutsche Fans, die Brissetts Saison verfolgt haben, ist das eine interessante Dynamik. Der Quarterback ist plötzlich nicht mehr nur der Vertreter, sondern die Zukunft der Cardinals. Ein Holdout vor der Saison ist riskant, kann aber auch der einzige Hebel sein, um schnell eine Anpassung zu erzwingen. Die Cardinals müssen abwägen: Geben sie nach und zahlen mehr, oder riskieren sie Spannungen mit ihrem Starting QB vor der Saison? In der GFL solche Machtkämpfe sind rarer, aber Brissetts Position ist stark genug, um echten Druck aufzubauen.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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