Notre Dame hat sich gleich zwei Top-Talente aus einer Familie gesichert. Wide Receiver Julius Jones Jr., bewertet mit Platz 50 in der SC Next 300, gab sein Commitment für die Fighting Irish bekannt. Der 1,78 Meter große Pass-Catcher aus Fort Lauderdale, Florida, entschied sich in "The Pat McAfee Show" gegen Miami und Oregon für Notre Dame, das Alma Mater seines Vaters Julius Jones Sr.
Der Senior-Jones war zwischen 1999 und 2003 einer der besten Running Backs in der Notre-Dame-Geschichte. Er führte die Rushing-Statistik der Irish dreimal an und sammelte insgesamt 3.018 Yards. Später spielte er sieben Saisons in der NFL für die Dallas Cowboys, Seattle Seahawks und New Orleans Saints. Der junge Jones wuchs in diesem Football-Erbe auf und spürte beim Besuch in South Bend die Anziehungskraft der Schule. "Es ist einfach die Mystik von Notre Dame, es gibt nur eine auf der Welt", sagte der 170-Pfünder bei McAfey.
In seiner Junior-Saison an der St. Thomas Aquinas High School fing Jones 58 Pässe für 876 Yards und 14 Touchdowns. Damit zählt er zu den neun besten Receivern in seinem Jahrgang nach ESPN-Bewertung und landet als zweithöchster Recruit der Fighting Irish in diesem Zyklus. Nur Offensive Tackle Oluwasemilore Olubobola (Platz 42) rangiert vor ihm.
Besonder bemerkenswert: Gleichzeitig verkündete Julius Jr. im selben Show-Auftritt auch das Commitment seines jüngeren Bruders Andre. Der 1,80 Meter große Safety ist als Vier-Sterne-Prospect in der 2028-Klasse bewertet und wird Notre Dames zweiter Commit aus diesem Jahrgang. Andre steht auf Platz 285 der Junior-Rankings. Für Head Coach Marcus Freeman ein erfolgreicher Tag für die Offensive Skill Positions. Neben den Jones-Brüdern hat der Coach mit QB Wonderful Monds IV, Running Backs Isaiah Rogers und Lathan Whisenton sowie Three-Star-Receiver Jackson Coleman ein starkes Fundament gelegt.
Freeman hat die meisten seiner aktuellen 19 Commits seit Ende März zusammengesammelt. Florida entwickelt sich dabei zur wichtigsten Recruiting-Region für die Irish unter seiner Regie. Mit Julius Jr. landete Notre Dame seinen vierten Pledge aus Floridas Top-Talent-Pool in diesem Zyklus. Der junge Jones besuchte die offiziellen Visits bei Miami und reiste übers Wochenende nach South Bend, bevor er sich für sein Familienuniversum entschied.
Für Notre-Dame-Fans in Deutschland und Österreich ist das Commitment ein klares Signal: Die Fighting Irish rekrutieren wieder auf höchstem Niveau und bauen um Marcus Freeman herum tatsächlich ein Championship-Projekt auf. Das Erbe der Junior-Saison unter Freeman wird davon abhängen, wie schnell diese Top-Talente auf dem Feld ankommen und ob sie die hohen Erwartungen erfüllen. Julius Jones Jr. bringt neben sportlichem Talent auch ein Commitment-Sicherheits-Signal mit sich, denn wer für das Alma Mater seines Vaters spielt, hat eine emotionale Bindung über den reinen athletischen Weg hinaus.