Vorwurf gegen BYU-Receiver Kingston vorerst fallen gelassen
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Vorwurf gegen BYU-Receiver Kingston vorerst fallen gelassen

Ein Gericht in Utah hat eine Vergewaltigungsanklage gegen Parker Kingston, Wide Receiver der Brigham Young University, am Donnerstag abgewiesen. Die Staatsanwaltschaft kündigte aber an, die Anklage erneut einreichen zu wollen. Das Verfahren war für Juli angesetzt, doch die Behörden beantragten eine Verschiebung. Das Gericht lehnte ab und ließ die Klage fallenlassen, ohne Präjudiz. Das bedeutet, dass die Anwaltschaft die Anklage später wiederholen kann.

Kingston war Anfang Februar in St. George, Utah angeklagt worden. Nach einer einjährigen Ermittlung wirft man dem Wide Receiver vor, eine 20 Jahre alte Frau in ihrem Haus vergewaltigt zu haben. Kingston betont, alle sexuellen Aktivitäten seien einvernehmlich gewesen. Die Frau sagt aus, sie habe Kingston vorher klar gemacht, dass sie keinen Sex wolle, und ihn mehrfach zum Stoppen aufgefordert, als er Sex initiierte. Kingston spielte sich als Leading Receiver in die Aufmerksamkeit und plädierte auf nicht schuldig.

Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Verschiebungsantrag mit der Gesundheit der angeblichen Opfer. Ein Dokument besagt, dass eine medizinische Erkrankung sie derzeit am Prozess hindert. Der Deputy County Attorney schrieb: "Der Staat kann nicht ohne das Opfer vorgehen. Der Staat wird die Gesundheit des Opfers nicht gefährden." Die Rechtsanwältin der Frau stimmte zu und bat um Aufschub bis zur Genesung. Kingtons Anwältin Cara Tangaro lehnte eine Verschiebung ab. Sie argumentierte, der Staat habe bereits einen ähnlichen Antrag gestellt, der abgelehnt wurde. Eine weitere Verzögerung verstoße gegen Kingstons Recht auf schnelles Gerichtsverfahren. Sie schrieb, Kingston leide unter dem Stress, falsch beschuldigt zu werden, und konnte wegen der Anklage sein Studium nicht abschließen. "Diese Belastungen verschärfen sich mit jedem Monat der Verzögerung."

Die Familie der Frau äußerte sich enttäuscht: "Unsere Gedanken sind bei unserer Tochter, die großen Mut zeigte, indem sie kam und dem Justizsystem vertraute. Heute wurde dieses Vertrauen zerstört, weil das Gericht einem Athleten Vorrang vor Gerechtigkeit gab."

Für deutsche Fans ist diese Geschichte weniger eine Football-Nachricht als vielmehr ein Beispiel für die komplizierten Schnittstellen zwischen College-Sport, Justizsystem und dem Schutz von Opfern. In der amerikanischen College-Football-Welt spielen solche Vorwürfe eine größere Rolle als in der GFL oder ELF, einfach weil sie oft öffentlich werden und die Karrieren beeinflussen. Kingston steht vorerst noch im Verfahren, und was mit seiner Football-Zukunft passiert, hängt von den nächsten juristischen Schritten ab. Für Fantasy-Football-Spieler ist relevant: Sein Status bleibt ungeklärt, weshalb er kein stabiles Proposition mehr darstellt.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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