Mystics bezwingen Fire nach vier Overtimes in WNBA-Marathon
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Mystics bezwingen Fire nach vier Overtimes in WNBA-Marathon

Washington und Portland spielten sich am Sonntag in die Geschichtsbücher: Die Washington Mystics setzten sich gegen die Portland Fire 124-123 nach vier Overtimes durch und erreichten damit das längste Spiel in der WNBA-Geschichte. Die letzte Vier-Overtime-Partie lag über 20 Jahre zurück, damals besiegte Washington am 3. Juli 2001 Seattle 72-69.

Sonia Citron war die überragende Kraft der Mystics. Mit 32 Punkten erzielte sie ihr Karrierehoch und traf die entscheidende Korberlaubnis mit 21,4 Sekunden verbleibender Zeit. Bemerkenswert waren ihre 25 Punkte allein in viertem Viertel und den Overtimes. Ihre Teamkollegin Michaela Onyenwere schrieb ebenfalls Geschichte mit einem Karrierehoch von 30 Punkten. Kiki Iriafen steuerte 27 Punkte bei. Damit wurden die Mystics zum ersten Team der Liga überhaupt, das drei Spieler mit jeweils mindestens 27 Punkten im selben Spiel hatte. Citron und Onyenwere bildeten das erste Duo in der Mystics-Geschichte, das beide die 30-Punkte-Marke knackte.

Portlands Carla Leite hätte das Spiel fast schon in der regulären Spielzeit entschieden. Mit 0,4 Sekunden auf der Uhr versenkte sie einen 25-Fuß-Three-Pointer und zog damit 87-87 gleich. Sie verließ die Partie als Top-Scorerin Portlands mit 32 Punkten. Sarah Ashlee Barker (25 Punkte) und Megan Gustafson (20 Punkte) halfen der Fire zu kämpfen, doch es reichte nicht.

Der Kampf war extrem: Acht Spieler absolvierten mehr als 45 Minuten Spielzeit, so viele wie nie zuvor in einer WNBA-Partie. Das Spiel hatte 21 Gleichstände und 12 Führungswechsel. Mit einer Gesamtspieldauer von drei Stunden und 35 Minuten war es auch ein echtes Zuschauerabenteuer. Portland führte zur Halbzeit 55-48, doch Washington presste die Fire im dritten Viertel auf nur 12 Punkte und verkürzten den Rückstand auf 67-62.

Für die Mystics war es bereits der fünfte Sieg in dieser Saison in einem Spiel, das mit drei oder weniger Punkten entschieden wurde, Ligarekord. Mit einem Sieg-Niederlagen-Verhältnis von 9-9 halten sie sich wacker, während Portland mit 8-12 weiter hinterherhinkt. Ein Wermutstropfen für Washington: Guard Georgia Amoore verließ die Partie mit Schmerzen im rechten Knie und kehrte nicht zurück. Es ist dieselbe Verletzung, die sie schon im Vorjahr plagte.

ballports-Fans sollten im Auge behalten, dass die WNBA diese Saison offensiv explodiert. Vor dieser Spielzeit hatte es nur drei Instanzen gegeben, in denen ein Team 120 Punkte schaffte. In den letzten vier Tagen passierte das bereits vier Mal. Citrons Leistung unter Druck und der mentale Zähigkeit der Mystics in dieser Extremsituation deuten auf eine Mannschaft hin, die in den Playoffs Vertrauen hat. Für Fantasy-Spieler: Citron und Onyenwere haben sich als absolute Scoring-Maschinen etabliert, wer sie noch im Budget hat, sitzt in den kommenden Wochen relativ sicher.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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