Die Toronto Raptors haben sich langfristig an ihren General Manager Bobby Webster gebunden und befördert ihn gleichzeitig zum Executive Vice President. Die Vertragsverlängerung kündigte das Team am Montag an. Webster, 41 Jahre alt, geht in seine zehnte Saison als GM der Raptors. Konkrete Vertragsbedingungen wurden nicht offengelegt.
Webster übernahm die vollständige Kontrolle über die Basketball Operations der Raptors im August 2025, nachdem der frühere Präsident Masai Ujiri entlassen worden war. Seitdem hat er das Team neu ausgerichtet und die Raptors zurück in die Erfolgsspur gebracht. Die Bilanz unter seiner Leitung kann sich sehen lassen: Neun Playoff-Appearances seit 2013, dazu der NBA-Championship 2019. In der regulären Saison sammelte Webster mit Toronto 591 Siege bei 455 Niederlagen, mit fünf Saisons à 50 oder mehr Wins.
In der abgelaufenen Saison 2025-26 erreichten die Raptors eine 46-36-Bilanz und forderten die Cleveland Cavaliers in der ersten Playoff-Serie bis Spiel sieben. Das zeigt: Die Mannschaft konkurriert wieder auf hohem Niveau, auch wenn Toronto nicht mehr zu den absoluten Elite-Teams gehört. Neben Webster verlängerten auch Schlüsselpersonen der Front Office ihre Verträge: Dan Tolzman, Keith Boyarsky und Tyla Flexman blieben an Bord.
Keith Pelley, CEO von Maple Leaf Sports and Entertainment, lobte Websters Arbeit in einer Stellungnahme: "Bobby hat ein Elite-Verständnis für das Spiel und die NBA, und das hat er genutzt, um ein Team aufzubauen, das auf hohem Niveau konkurriert." Pelley verwies auch auf die Entwicklung der Saison: "Es war ein aufregendes Jahr für die Raptors. Sie waren eine Freude zuzuschauen, und mit Bobby und den Raptors haben wir die Ergebnisse gesehen und glauben an die Richtung, in die seine Führung uns bringt."
Für deutsche NBA-Fans ist Websters Vertragsverlängerung ein Signal für Kontinuität in Toronto. Nach dem Umbruch unter Ujiri hatte Webster die schwierige Aufgabe, die Raptors wieder wettbewerbsfähig zu machen, ohne dabei auf einen Star-Player im Kaliber eines Kyle Lowry oder Pascal Siakam zu verlassen. Die 46-36-Saison und der Siebenspiele-Marathon gegen Cleveland zeigen, dass dieser Weg funktioniert. Für Fantasy-Basketball-Spieler in der DACH-Region: Websters Stabilität und die kontinuierliche Leistung der Raptors deuten darauf hin, dass Toronto auch in den kommenden Saisons ein Playoff-Team bleiben wird. Das macht potenzielle Raptors-Spieler zu interessanten Kandidaten, da ihre Chancen auf Postseason-Relevanz gesichert sind.