Chris Boswell bleibt den Pittsburgh Steelers treu und erhält dafür ein üppiges Geschenk. Der 35-jährige Kicker unterzeichnet eine vierjährige Vertragsverlängerung über 28 Millionen Dollar, die ihm durchschnittlich sieben Millionen pro Saison garantiert. Damit steht Boswell auf einer Stufe mit Brandon Aubrey von den Dallas Cowboys als bestbezahlter Kicker der NFL-Geschichte.
Boswells Karriere in Pittsburgh erstreckt sich mittlerweile über eine Dekade. Seit 2015 tritt der Steelers-Kicker an, und 2024 bewies er eindrucksvoll, warum ihm dieses Geld zusteht. Mit 41 verwandelten Fieldgoals führte er die gesamte Liga an und wurde ins All-Pro-Team berufen. Parallel dazu schaffte er es zum zweiten Mal in die Pro Bowl im Steelers-Dress.
Die Statistiken zeigen einen Spieler, der Verlässlichkeit zur Routine gemacht hat. In sieben seiner elf Jahreszeiten in Pittsburgh lag seine Erfolgsquote bei Fieldgoals über 90 Prozent. Im Playoffs-Football ist Boswell praktisch fehlerfrei, 19 Versuche, 19 Treffer. Auch in der abgelaufenen Saison funktionierte der Kicker solide, verwandelte 27 von 32 Fieldgoals und versenkte 42 von 43 Extra Points. Über seine gesamte Karriere in der Stadt liegt seine Quote bei knapp 88 Prozent bei Fieldgoals und über 95 Prozent bei Extra Points.
Die Verlängerung bindet Boswell bis 2030 an Pittsburgh und macht ihn zum ersten Steelers-Spieler, der diesen Offseason eine neue Vereinbarung erhält. Allerdings stehen weitere Verhandlungen an. Die Cornerbacks Joey Porter Jr., Pass Rusher Nick Herbig und Defensive Lineman Keeanu Benton, alle aus dem Draft 2023, kommen ebenfalls als Kandidaten für Extensionen infrage.
Ballports-Take: Für DACH-Fans, die die Steelers verfolgen, ist das ein beruhigendes Signal. Mit Boswell haben sie die kommenden Jahre Stabilität auf der Kicking-Position, einem Job der in Close Games entscheidend ist. Die Franchise signalisiert damit auch: Die erfolgreiche Era mit diesem Kader wird nicht leichtfertig zerlegt. Dass die Steelers danach mit Porter Jr., Herbig und Benton verhandeln, deutet darauf hin, dass sie ihre jungen Defensive-Core-Player halten wollen. Das Fenster bleibt offen.