Notre Dame und ACC begraben das Kriegsbeil
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Notre Dame und ACC begraben das Kriegsbeil

Die Wunden von Miamis College Football Playoff-Überraschung im Vorjahr heilen ab. Was anfangs wie ein tiefgreifender Riss zwischen Notre Dame und der ACC aussah, hat sich zu einer Angelegenheit entwickelt, die beide Seiten längst ad acta gelegt haben.

Ein Jahr ist vergangen, seit die Playoff-Selektionskommission Miami in ihrer finalen Rangliste vor Notre Dame reihte, obwohl die Fighting Irish die gesamte Saison über höher platziert waren. Besonders stachelig war die Situation, weil Miami und Notre Dame bereits in Woche 1 aufeinandertroffen waren, mit Sieg für die Hurricanes. Trotz dieses direkten Vergleichs auf dem Platz favorisierte die Kommission am Ende die ACC-Mannschaft. Die ACC-Führung um Commissioner Jim Phillips verdoppelte ihre Lobhudelei für Miami in den Tagen vor der Entscheidung und brachte dabei die Head-to-Head-Niederlage von Notre Dame ein. Die ACC Network strahlte das Spiel von Woche 1 mehrfach aus, was Notre Dame-Verantwortliche als bewussten Seitenhieb deuteten.

Miami fuhr danach tatsächlich einen bemerkenswerten Playoff-Lauf: Siege gegen Texas A&M, Ohio State und Ole Miss, ehe die Hurricanes im Nationalfinale gegen Indiana unterlagen. Notre Dame, enttäuscht von der Playoff-Absage, verzichtete damals auf jede Postseason-Teilnahme.

Doch jetzt, bei den ACC-Frühjahrstagungen auf Amelia Island in Florida, präsentiert sich ein anderes Bild. Pete Bevacqua, Athletischer Direktor der Fighting Irish, beschrieb die Beziehung zur ACC als "sehr gut und gesund". Mit Jim Phillips habe es in den Monaten seit der Entscheidung zahlreiche Gespräche gegeben, die alte Verletzungen verheilt hätten. Bevacqua betonte auch die gegenseitige Abhängigkeit: "Ich habe immer gesagt, eine starke ACC ist gut für Notre Dame, und ein starkes Notre Dame ist gut für der ACC."

Auf dem Platz allerdings kocht die Rivalität ungebrochen. Notre Dame Cornerback Leonard Moore nannte das anstehende Spiel gegen Miami Teil einer "Revenge Tour". Das Rückspiel findet am 7. November in South Bend statt, und Moore ließ keinen Zweifel daran, dass sein Team das Ergebnis von damals korrigieren will. Die Chancen auf eine Neuauflage dieser emotionalen Begegnung sind damit größer als je zuvor.

Ballports-Take: Das ist eine klassische College-Football-Geschichte: Die Administratoren haben sich eingekriegt, die Spieler vergessen gar nicht erst zu verzeihen. Für Notre Dame ist die Versöhnung mit der ACC auch deshalb relevant, weil die Fighting Irish trotz ihrer Football-Unabhängigkeit in allen anderen Sportarten zur Conference gehören. Ein dauerhafter Konflikt hätte das Verhältnis vergiftet. Doch die sportliche Rivalität bleibt intakt, und genau das macht das Rematch 2026 interessant. Wenn Miami und Notre Dame aufeinandertreffen, geht es nicht nur um Playoff-Punkte, sondern um Stolz und das Schreiben von Geschichte.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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