Die Atlanta Hawks schließen einen Trade mit der Oklahoma City Thunder ab und sichern sich Guard Aaron Wiggins. Atlanta gibt zwei Second-Round Picks ab: den eigenen aus 2030 und den weniger wertvollen der beiden Second-Round Picks von Hawks und Los Angeles Lakers aus 2032.
Wiggins war eine wichtige Rolle in Oklahomas Championship-Team der Saison 2024-25. Im Regular Season spielte der 27-Jährige durchschnittlich 12 Punkte und 3,9 Rebounds in 23 Minuten pro Spiel. In den Playoffs reduzierte sich sein Einsatz deutlich, er kam auf 6 Punkte in 13,8 Minuten. Die vergangene Saison absolvierte der 1,96 Meter große Guard 65 Spiele mit 21 Starteinsätzen und erzielte im Schnitt 9,4 Punkte.
Der Trade entlastet Oklahoma City erheblich. Die Luxus-Steuer-Strafe der Thunder sinkt von prognostizierten 213 Millionen Dollar auf 152 Millionen Dollar. Gleichzeitig schafft der Thunder einen Roster-Spot: Das Team hat nun 14 Spieler unter Vertrag, darunter Lu Dort, Isaiah Hartenstein und Kenrich Williams, die alle eine Team Option für die nächste Saison haben.
Für die Hawks ist Wiggins ein weiterer junger Spieler, der in Atlanta nach mehr Spielzeit sucht. Das Team war bereits aktiv geworden: Guard CJ McCollum unterzeichnete eine Vertragsverlängerung über ein Jahr und 21 Millionen Dollar. Im vergangenen Sommer holte Atlanta bereits Nickeil Alexander-Walker, der als Starter durchschnittlich 20,8 Punkte pro Spiel erzielte und die Most Improved Player Auszeichnung erhielt. Zudem tradeten die Hawks vor der Trade Deadline für Jonathan Kuminga. Der ehemalige Warriors-Spieler, der in Golden State weniger Einsatzzeit erhielt, kam in 23,1 Minuten im Schnitt auf 12,2 Punkte und 5,6 Rebounds. Atlanta hält eine Team Option von 24,3 Millionen Dollar auf Kuninga bis zum 29. Juni.
Die Hawks verloren in der ersten Playoff-Runde trotz 2:1-Führung gegen die späteren Champion New York Knicks. In der anstehenden Draft-Woche verfügen die Hawks über den achten und 23. Pick in der ersten Runde. Oklahoma City hält den zwölften und 17. Pick.
Wiggins wurde 2021 an Pick 55 gedraftet und bekommt jetzt in Atlanta eine Chance, eine prominentere Rolle einzunehmen als in Oklahoma City. Für Deutsche Basketball-Fans ist die Entwicklung weniger relevant, da Wiggins nicht in der BBL spielte. Allerdings zeigt sich bei den Hawks eine klare Strategie: Das Team sammelt junge Spieler mit Potenzial, die in ihrer bisherigen Umgebung nicht genug Raum bekamen. Mit Alexander-Walker, Kuminga und nun Wiggins versucht Atlanta, genug Tiefe und Flexibilität für eine Playoff-Überraschung zu schaffen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht oder ob die Hawks zu viele Ressourcen in relative Rollenplayer investiert haben.