Knicks-Fans dürfen zu Game 5 nach San Antonio
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Knicks-Fans dürfen zu Game 5 nach San Antonio

SAN ANTONIO - Die New York Knicks stehen eine Partie vom ersten Championship seit 1973 entfernt. Doch für ihre Fans außerhalb von Texas wurde der Weg zur Frost Bank Center zur Nervenprobe. Ticketmaster hatte diese Woche eine Meldung veröffentlicht, wonach Tickets für Game 5 der NBA Finals nur an Käufer mit Wohnort innerhalb eines Radius von 150 Meilen um San Antonio vergeben werden, basierend auf der Adresse der Kreditkarte. In der gleichen Nachricht hieß es: Bestellungen von außerhalb würden "ohne Ankündigung storniert und rückgängig gemacht".

Das löste Wirbel aus. New York Attorney General Letitia James forderte die Spurs auf, die Verkaufsbeschränkung aufzuheben. Gouverneurin Kathy Hochul postete auf X: "Knicks-Fans kommen endlich einem Championship näher, und ihre Belohnung ist die Stornierung ihrer Tickets?" Sie kritisierte, dass Tausende New Yorker Flüge gebucht und Pläne gemacht hätten.

Doch dann kam Entwarnung. Madison Square Sports Corp., die Organisation der Knicks, teilte am Samstag mit: "Entgegen früherer Berichte haben wir mit dem Spurs-Management bestätigt, dass sie keine Tickets revozieren werden, die Knicks-Fans für das heutige Spiel gekauft haben. Alle Ticketinhaber werden Zutritt zur Frost Bank Center haben." Ticketmaster bestätigte kurz darauf auf Social Media: "Keine auf Ticketmaster gekauften Tickets wurden oder werden storniert."

Die Beschränkung gilt nur zum Zeitpunkt des Kaufs. Wer bereits ein gültiges, authentifiziertes Ticket besitzt, kommt ins Stadion. Die Spurs erklärten, dass die 150-Meilen-Regel Standard-Playoff-Praxis in der NBA ist. "Diese Beschränkung existiert während der gesamten Playoffs und Finals", sagte ein Sprecher des Teams. "Sie erlaubt uns, lokale Fans in San Antonio, Austin und den umliegenden Gemeinden zu priorisieren." Der Radius umfasst auch Corpus Christi, die Rio Grande Valley Region, Laredo, Del Rio, Eagle Pass sowie El Paso, Lubbock und Odessa in Texas.

Für Knicks-Fans gibt es aber einen Ausweg: Die Regel gilt nicht auf dem Sekundärmarkt. Wer bereit ist, dort mehr Geld auszugeben, kann sich trotzdem ein Ticket sichern. Die Knicks-Anhänger haben das schon geschafft. In der zweiten Runde gegen die 76ers übernahmen sie komplett die Xfinity Mobile Arena für die Games 3 und 4.

Für deutsche Fans, die die Knicks verfolgen oder diese Finals im Auge behalten, ist die Botschaft klar: Die NBA schützt lokale Märkte, lässt aber keinen echten Knicks-Fan völlig draußen. Wer eines der letzten Spiele dieser Championship-Serie live sehen will, muss tiefer in die Tasche greifen als üblich, aber es ist möglich. Das zeigt auch, wie sehr die Knicks nach zwei Jahrzehnten wieder im Basketball-Bewusstsein sind.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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