San Francisco war am Freitag Schauplatz eines engen Schlagabtauschs zwischen zwei Top-Teams der WNBA. Die Golden State Valkyries gewannen gegen die Atlanta Dream mit 78:75, wobei die Partie 13-mal die Führung wechselte. Das Spiel hätte an mehreren Stellen in beide Richtungen kippen können, doch Golden State behielt in der entscheidenden Phase die Nerven.
Gabby Williams war der große Name des Abends. Die Flügelspielerin erzielte 13 Punkte allein im vierten Viertel und traf dabei alle vier Feldwürfe, dazu kamen fünf erfolgreiche Free Throws bei acht Versuchen. Williams beendete das Spiel mit insgesamt 16 Punkten und war die Schlüsselfigur, um Golden State über die Ziellinie zu bringen. Sie setzte sich gegen eine starke Atlanta-Defense durch und nutzte ihre Chancen eiskalt aus.
Neben Williams zeigten auch Kiah Stokes und Kaitlyn Chen auf. Stokes trug 13 Punkte bei und foulte sich dabei erst spät aus dem Spiel, nachdem sie sieben Blocks verzeichnet hatte. Das war bereits ihr siebtes Spiel in dieser Saison mit mindestens drei Blocks. Chen kam von der Bank und schoss 13 Punkte bei einer Quote von 5 aus 9 Feldwürfen. Tiffany Hayes steuerte 12 Punkte bei, Veronica Burton 10.
Atlanta musste trotz starker Leistungen gegen sich selbst ankämpfen. Jordin Canada führte das Team mit einer Season-High von 23 Punkten an. Angel Reese lieferte ihr 12. Double-Double der Saison mit 15 Punkten und 12 Rebounds, dazu kamen fünf Steals. Rhyne Howard erzielte 9 Punkte und erreichte einen persönlichen Meilenstein: Sie steht nun auf Platz 3 der All-Time-Scoring-Liste der Dream mit insgesamt 2.631 Punkten. Trotz dieser Leistungen reichte es nicht zum Sieg.
Für Golden State war es der zweite Erfolg gegen Atlanta in drei Tagen. Die Valkyries zeigten damit, dass sie gegen Top-Teams bestehen können. Atlanta hingegen muss das Schachspiel der fourth-quarter-execution besser beherrschen, wenn es in den kommenden Wochen um Platzierungen geht. Die Dream fahren nun zu den Seattle Storm, während Golden State die New York Liberty zu Hause empfängt.
Das Spiel unterstreicht, wie ausgeglichen die WNBA auf Elite-Level geworden ist. Zwei Top-5-Teams, 13 Führungswechsel, entschieden durch Durchführung in der Crunchtime. Für deutsche WNBA-Fans lohnt sich ein Blick auf solche engen Spiele: Sie zeigen, wie wichtig Nerven und technische Finesse am Ende eines Spiels sind. Williams' Effizienz in der vierten Phase ist exakt das, was Championship-Teams brauchen. Atlanta mit Jordin Canada und Angel Reese hat das Potenzial, solche Phasen zu meistern, ließ es aber diesmal liegen.