Richter mit Texas-Tech-Verbindung lehnt Sorsby-Fall ab
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Richter mit Texas-Tech-Verbindung lehnt Sorsby-Fall ab

Im Rechtsstreit zwischen Quarterback Brendan Sorsby und der NCAA um seine Spielberechtigung hat sich der zunächst zuständige Richter aus Texas aus dem Verfahren zurückgezogen. Judge Phillip Hays, der das Verfahren in Lubbock hätte führen sollen, studierte und absolvierte seine juristische Ausbildung an der Texas Tech University. Hays reichte seinen Rückzug am Mittwoch ohne Erklärung ein, wie Bloomberg berichtete. Die Suche nach seinem Nachfolger übernimmt nun ein administrativer Richter ohne Verbindungen zu der Universität.

Sorsby hatte Montag eine einstweilige Verfügung gegen die NCAA eingereicht, um in dieser Saison für die Red Raiders spielen zu dürfen. Der Quarterback war einer der hochkarätigsten Transfers des Offseason, doch die NCAA sperrte ihn wegen Sportwetten. Das zentrale Problem: Sorsby hat zugegeben, in seiner Freshman-Saison 2022 bei Indiana auf die Hoosiers gewettet zu haben, auch auf Prop Bets von Teamkollegen. Er spielte allerdings nicht in dem Spiel, auf das er setzte. Nach seinem Transfer zu Cincinnati 2024 wettete er nicht auf Spiele mit den Bearcats, doch sein Spielsuchtverhalten eskalierte. Sorsby platzierte Wetten auf türkische Basketball- und rumänische Fußballspiele. Vor drei Wochen begab er sich in stationäre Behandlung wegen seiner Glücksspielsucht.

In seiner Klage argumentiert Sorsby mit einem Vorwurf der Heuchelei: Die NCAA ahnde Wettverstöße mit drakonischen Strafen bis zur permanenten Ineligibilität, kooperiere gleichzeitig aber mit Genius Sports, dem exklusiven Distributor von NCAA-Daten für legale Wettanbieter. Sorsby will bis zum 15. Juni eine Anhörung zur einstweiligen Verfügung erreichen. Das Datum ist bewusst gewählt: Eine Woche später endet die Frist zur Anmeldung für den NFL Supplemental Draft. Der Quarterback hat einen millionenschweren Vertrag mit Texas Tech unterschrieben, der für sein letztes College-Football-Jahr gedacht war.

Ballports-Take: Sorbskys Fall zeigt ein grundsätzliches Spannungsverhältnis im College Football. Die NCAA positioniert sich moralisch streng bei Wettenverstößen, profitiert aber kommerziell von der Legalisierung des Sportwettens. Für deutsche Fans ist bemerkenswert, dass solche regulatorischen Konflikte im College-System deutlich härter ausgetragen werden als in europäischen Ligen. Sorsby muss bis Juni Klarheit haben, sonst droht ihm der Weg zum Draft zu versperren. Das Verfahren könnte precedent-setzend sein, wie die NCAA ihre eigenen Regeln gegen die Sportwetten-Industrie verteidigt.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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