Stevens beschwichtigt Brown-Gerüchte bei Celtics
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Stevens beschwichtigt Brown-Gerüchte bei Celtics

Brad Stevens hat sich erstmals zu den Trades um Jaylen Brown geäußert, nachdem die Boston Celtics den All-Star-Forward und zwei First-Round-Picks den Milwaukee Bucks für Giannis Antetokounmpo angeboten hatten. Der Deal platzte, Antetokounmpo ging stattdessen zu Miami. Stevens machte aber deutlich, dass Brown für die Celtics weiterhin zentral ist, auch wenn die Zukunft offen bleibt.

Bei der Draft-Pressekonferenz am Dienstagabend, nachdem Boston Chris Cenac Jr. aus Houston pickst hatte, sprach Stevens bewusst von Browns Bedeutung für die Organisation. "Jaylen Brown ist ein großer Teil von uns", sagte der President of Basketball Operations. "Ich werde die Zukunft nicht vorhersagen. Alles deutet aber darauf hin, dass wir um diese Jungs herum bauen. Man weiß nie. Aber eines möchte ich sehr klar machen: Wie wertvoll er für uns ist." Stevens betonte, dass Brown ein großartiger Teamkollege und eine großartige Person im Umfeld sei.

Stevens offenbarte zudem, dass er und Brown während der Offseason mehrere Einzelgespräche führten, wie es üblich ist. Der Kontakt zu Browns Agent sei ebenfalls aufrecht erhalten worden. "Mit all dem Gerüchtetheater und den Schlagzeilen, die überall über ihn erscheinen, ist das nicht einfach", sagte Stevens. "Wir wollten da sehr proaktiv und transparent sein. Ich denke, wir hatten wirklich gute, offene Gespräche." Stevens machte klar, dass er und Brown diese Unterhaltungen privat halten, unabhängig vom Inhalt. "Ich mag es nicht, wenn solche großen öffentlichen Dinge passieren. Wir versuchen, Dinge so diskret wie möglich zu halten."

Brown, 29, kommt nach einer Karriere-Saison zu den Celtics zurück, in der er durchschnittlich 28,7 Punkte, 6,9 Rebounds und 5,1 Assists pro Spiel auflegte. Er landete auf Platz sechs in der MVP-Abstimmung und wurde ins All-NBA Second Team gewählt. Trotz dieser starken Leistung schied Boston überraschend in der ersten Playoff-Runde gegen die Philadelphia 76ers aus. Das war die erste frühe Niederlage seit 2021. Doch Brown nannte die Saison im Rückblick sein "liebstes Jahr meiner Basketball-Karriere".

Während seiner zehnjährigen Zeit bei den Celtics sammelte Brown fünf All-Star-Nominierungen, neun Playoff-Appearances, sechs Reisen bis zu den Eastern Conference Finals und zwei NBA-Finals-Auftritte. Als Boston 2024 seinen ersten Titel seit 2008 gewann, wurde Brown zum NBA Finals MVP und Eastern Conference Finals MVP gekürt. Seit sein Playoff-Debüt 2017 führt Brown die NBA mit 83 Playoff-Siegen an.

Trotzdem bleibt seine Zukunft in Boston unklar. Laut ESPN-Reporter Shams Charania horchten die Celtics selbst nach Antetokounmpos Trade zu Miami bei anderen Teams in Bezug auf mögliche Brown-Deals. Der Forward hat noch drei Jahre auf seinem Fünf-Jahres-Vertrag im Wert von 285,4 Millionen Dollar, den er 2023 unterschrieb. Am 26. Juli kann er eine Zwei-Jahres-Verlängerung über 141,9 Millionen Dollar unterzeichnen.

Für deutsche Basketball-Fans ist die Brown-Situation ein klassisches NBA-Drama: Ein Top-Spieler bringt seinen Team einen Titel, wird dann aber trotzdem als Handelswert diskutiert. Stevens Beschwichtigung liest sich eher defensiv als überzeugend. In der NBA ist eine offene Zukunft oft der erste Schritt zur Tür hinaus. Browns Eligibilität für die große Extension am 26. Juli könnte der nächste Testpunkt sein. Sollte Boston ihn nicht sofort binden, wird das Spekulationsspiel eher beginnen als enden. Wer Browns Fantasy-Wert für nächste Saison plant, sollte diese Unsicherheit einpreisen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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