Die zweite Runde des NBA Draft 2026 beginnt am Mittwoch um 20 Uhr ET auf ESPN und ABC. Die New York Knicks, Titelverteidiger der vergangenen Saison, machen den Anfang mit Pick 31. Am ersten Tag hatte AJ Dybantsa von der BYU den Weg als Nummer eins zu den Washington Wizards angetreten, Darryn Peterson von Kansas folgte an Position zwei zu den Utah Jazz. Morez Johnson landete bei den Dallas Mavericks an neunter Stelle und trifft dort auf seinen früheren Trainer Dusty May, der diese Woche zum Head Coach der Mavericks ernannt wurde.
Die zweite Runde verspricht Bewegung und unerwartete Entscheidungen. Die Brooklyn Nets gelten als das impulsivste Team am Mittwoch. Im Vorjahr pickten sie vier Guards in der ersten Runde, drehten aber am Dienstag und wählten mit Pick sechs erneut einen Guard, Mikel Brown Jr. Obwohl die Nets einen ihrer Second-Round-Picks in den Julius-Randle-Trade zu den Timberwolves abgaben, halten sie immer noch Pick 43 und haben Bedarf an mehreren Positionen.
Als vielversprechender Under-the-Radar-Kandidat gilt Ryan Conwell von Louisville. Obwohl er effektiv als Small Two-Guard fungiert, besticht er durch seine Durchsetzungskraft, seine Schussfähigkeit und seinen Kampfgeist. Mit seinen defensiven Fähigkeiten sollte er sich einen NBA-Platz sichern und wird voraussichtlich in den Top 30 gezogen.
Pick 31. NEW YORK KNICKS: Henri Veesaar, North Carolina, Junior
Warum sie ihn holten: Veesaars offensives Spiel erlebte nach seinem Transfer nach North Carolina einen Aufschwung, wo er mit Center Caleb Wilson ein NBA-taugliches Frontcourt formte. Der 2,13-Meter-Mann besitzt offensives Geschick für seine Größe, gutes Feeling um den Korb und eine konsistente Dreierpunktreichweite. Stretch-Fives wie Luke Kornet und Quinten Post zeigen die gangbare Route zu langfristigem NBA-Erfolg.
Größte Frage: Veesaar ist relativ steif in den Hüften und kein besonders mobiler Verteidiger. Das beschränkt ihn auf Drop-Coverage-Szenarien. Sein Gewicht ist für seine Größe zu niedrig, weshalb er mit Physis und Rebound-Arbeit teilweise kämpft.
Pick 32. MEMPHIS GRIZZLIES: Baba Miller, Cincinnati, Senior
Warum sie ihn holten: Miller ist als unermüdlicher Rebounder und Defender bekannt, der mit maximalem Einsatz agiert. Für seine Größe bewegt er sich gut und verfügt über überdurchschnittliches Passspiel. Das macht ihn flexibel auf beiden Seiten des Courts einsetzbar.
Größte Frage: Trotz ausgezeichneter Länge ist Miller zu klein für die Center-Position. Sein Outside-Shot entwickelt sich noch, eine Fähigkeit, die in der modernen NBA immer wichtiger wird.
Die Knicks haben diese Woche aggressive Trade-Aktivität gezeigt und fünf Second-Round-Picks aufgesammelt. Das verschafft ihnen extreme Flexibilität in der heutigen Nacht. Sollten sie Pick 31 traden, wäre Veesaar für ein Team mit Tiefenbedarf im Frontcourt eine robuste Option. Für europäische Fans ist dieser Draft besonders interessant, da sowohl in der ELF als auch in künftigen NBA-Europe-Games Positionen wie Stretch-Five immer gefragter werden. Spieler vom Caliber Veesaars könnten das Spiel bei internationalen Tournaments prägen.