Die New York Liberty (12-6, 8-1 in der Eastern Conference) treten bei den Seattle Storm (3-15, 0-10 in der Western Conference) an. Anpfiff Donnerstag, 10 Uhr EDT.
Domirique Malonga hat gerade ein Monster-Game abgeliefert: 37 Punkte beim 112-110-Overtime-Verlust gegen Dallas. Die Storm konnten die Partie nicht über die Linie bringen, obwohl Malonga das Spiel dominierte. Zu Hause ist Seattle extrem schwach mit einer 2-7-Bilanz, und die 0-10-Serie in den letzten zehn Spielen deutet auf tiefe Probleme hin.
Malongas Leistung war nicht einmalig. Der Center wirft im Schnitt 11,4 Punkte in der Paint und über die letzten zehn Spiele sogar 12,5 Punkte dazu. Er holt im Durchschnitt 4,8 Rebounds. Das ist die einzige wirklich positive Nachricht für Seattle in dieser Saison.
New York kommt als klarer Favorit: Die Liberty sind auswärts 6-2, schießen insgesamt 46,6% aus dem Feld und verteilen ihre Offense breit. Breanna Stewart ist der Motor mit 19,4 Punkten und 8,8 Rebounds pro Spiel. Über die letzten zehn Tage hat Jonquel Jones 2,0 Dreier pro Partie versenkt, was zeigt, dass New Yorks Schießen breit gestreut ist.
Seatles größtes Problem: Die Offensive lahmt. Mit 41,3% aus dem Feld und nur 78,2 Punkten im Schnitt der letzten zehn Spiele lässt sich eine 0-10-Serie in diesem Zeitraum erklären. New York lässt gegnerische Teams nur auf 43,3% Feldwurfquote, und die Liberty werfen 10,3 Dreier pro Spiel, während Seattle deren nur 8,2 zulässt. Das ist ein großer Unterschied, wenn jede Possession zählt.
Natisha Hiedeman versucht für Seattle mit 15,6 Punkten pro Spiel zu stabilisieren, aber gegen eine Liberty-Defense, die Gegner auf 81,4 Punkte begrenzt, wird das nicht reichen. New York hat in den letzten zehn Spielen 89,7 Punkte pro Game gemacht und dabei 46,6% getroffen. Das ist NBA-Level Offense.
Es ist das erste Aufeinandertreffen dieser Saison. Seattle braucht dringend einen Sieg, aber die Chancen sind dünn. Die Storm sind verletzungsgeplagt mit Ezi Magbegor raus (Fuß) und mehreren Spielern im Day-to-Day-Status. New York muss nur Betnijah Laney-Hamilton im Auge behalten.
Für deutschsprachige Basketball-Fans ist das ein Lehrstück in Kontrastfußball: Die Liberty zeigen, wie eine breite Offense mit gutem Shooting funktioniert, während Seattle demonstriert, wie schnell man in die Krise rutscht, wenn die Punkte ausbleiben. Malonga bleibt die einzige echte Brightspot für die Storm, aber ein Spieler kann nicht gegen 15-Punkte-Defizite ankämpfen. Wer New York in seinem Fantasy-Team hat, profitiert weiterhin von der konstanten Offensive. Die Liberty sind auf ihrem aktuellen Weg nicht zu stoppen.