Die New York Knicks haben zwei Plätze in der Celebrity Row bei den NBA Finals für eine Million Dollar versteigert. Das Gebot kam vom Auktionshaus für Spiel 3 am Montagabend, das erste NBA-Finals-Spiel im Madison Square Garden seit 1999. Die Gewinner teilten sich die Million: die Kanzlei Gibson, Dunn and Crutcher LLP und die Private-Equity-Firma Veritas Capital zahlten zusammen den Rekordbetrag.
Die gesamte Auktion war ein Benefiz-Event für die Garden of Dreams Foundation, die Kinder in prekären Verhältnissen in der Tristate Area unterstützt. Die Knicks bestätigten, dass dies die größte Einzelspende in der Geschichte der Stiftung darstellt. Die beiden Sitze befinden sich in Sektion VIP 10, Reihe AA, direkt neben der Mittellinie des Platzes. An diesen Plätzen saßen normalerweise Prominente wie Tracy Morgan oder Timothée Chalamet, die regelmäßig courtside ihre Teams anfeuern.
Wie viel diese Plätze normalerweise kosten, lässt sich nicht sagen: Die Knicks verkaufen sie nie, sondern vergeben sie an ausgesuchte Promi-Fans. Dafür geben andere Fans deutlich mehr aus. Die günstigsten Plätze auf der Oberränge kosteten am Sonntagabend auf Sekundärmärkten wie StubHub, SeatGeek und VividSeats mehr als 6.000 Dollar. Wer courtside sitzen will, muss über 75.000 Dollar hinlegen.
Für deutsche Basketball-Fans zeigt sich hier ein grundlegender Unterschied zwischen der NBA und europäischen Ligen: In Amerika wird jeder verfügbare Quadratzentimeter monetarisiert, und die Finals-Atmosphäre im Madison Square Garden hat einen Preis, den nur wenige zahlen können. Die Million Dollar für zwei Sitze verdeutlicht die gigantische finanzielle Dimension der NBA. Solche Summen für Ticketauktionen sind selbst in der EuroLeague undenkbar, und sie erklären auch, warum NBA-Teams wirtschaftlich auf völlig anderen Ebenen agieren als europäische Clubs.