Die NBA Finals sind das Finale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Hier treffen sich die Champions der Western Conference und der Eastern Conference in einer Best-of-Seven-Serie um den Titel. 1947 spielten die Philadelphia Warriors gegen die Chicago Stags, die Warriors setzten sich 4-1 durch und holten sich den ersten Pokal der Liga-Geschichte. Heute heißt die Trophäe Larry O'Brien Trophy, benannt nach dem ehemaligen NBA-Kommissar der von 1975 bis 1984 amtierte. Im Jahr 2026 treffen die San Antonio Spurs auf die New York Knicks im Finals-Kampf um die Meisterschaft.
Bei den Franchises dominieren zwei Teams die Finals-Geschichte deutlich. Die Boston Celtics haben mit 18 Titeln die meisten Meisterschaften gewonnen, während die Lakers sich 32 Mal in die Finals spielten, aber auch 15 Finals-Serien verloren haben. Besonders beeindruckend ist die Serie der Celtics von 1958 bis 1966, als die Mannschaft acht Finals hintereinander bestritt und jede Serie für sich entschied. Der Rekord für die meisten Punkte in einem Finals-Spiel geht an die Celtics, die 1985 in Spiel 1 gegen die Lakers 148 Punkte auflegten.
Auf der Ebene der einzelnen Spieler prägen Legenden das Finals-Erbe der NBA. Bill Russell gewann 11 Titel, mehr als jeder andere Spieler in der Geschichte. Derselbe Russell stellte auch den Rebound-Rekord auf, als er zweimal 40 Rebounds in einem Finals-Spiel holte und insgesamt 29,5 Rebounds pro Spiel in der 1959er Serie gegen die Minneapolis Lakers erzielte. Michael Jordan setzte den Standard für offensive Dominanz mit durchschnittlich 41,0 Punkten pro Spiel in der 1993er Serie gegen die Phoenix Suns.
Jerry West sammelte über seine Finals-Karriere 1.679 Punkte, ein Rekord der bis heute Bestand hat. Stephen Curry revolutionierte die Finals mit dem Dreier-Spiel, er versuchte 17 Dreier in einem Spiel (2018 Spiel 2 gegen die Cleveland Cavaliers) und traf davon neun, ebenfalls ein Finals-Rekord. Magic Johnson dirigierte die Offense mit 21 Assists in einem einzigen Spiel gegen die Boston Celtics 1984 und leistete sich über eine komplette Serie 1985 durchschnittlich 14,0 Assists pro Partie.
Es gibt auch Rekorde für die weniger glorreichen Momente. John Starks versenkte 1994 in Spiel 7 gegen die Houston Rockets 11 Dreier hintereinander ohne Treffer, was bis heute das schlechteste Dreier-Schießen in der Finals-Geschichte markiert. Dwyane Wade brauchte Geduld, um seine 21 Free Throws in Spiel 5 2006 gegen die Dallas Mavericks zu verwandeln, während Shaquille O'Neal sich 39 Free-Throw-Versuche holte in Spiel 2 des Jahres 2000 gegen die Indiana Pacers.
Ballports-Take: Diese Rekorde zeigen, wie unterschiedlich man Finals-Geschichte schreiben kann. Für deutsche Fans ist interessant, dass die Celtics und Lakers die europäische Basketball-Entwicklung massiv beeinflusst haben, ihre Finals-Erfolge prägen das globale Verständnis von Championship-Basketball. Spieler wie Magic Johnson und Michael Jordan sind auch in Deutschland Vorbilder für jeden ambitionierten Basketballer. Die 2026er Finals mit Spurs und Knicks könnten neue Rekorde bringen, besonders wenn Stars wie Victor Wembanyama (Spurs) auf Topform spielen.