Der ehemalige Basketball-Spieler der Providence Friars, Duncan Powell, hat eine Anklage wegen häuslicher Gewalt in Cranston, Rhode Island, hinter sich. Das Verfahren wurde am Montag eingestellt. Allerdings wartet auf Powell in Providence noch ein Gerichtsverfahren, das ihn deutlich stärker belastet.
Der Hintergrund des Falls reicht bis Ende März zurück. Am 28. März soll Powell während eines Streits mit einer Frau in seiner Wohnung in Providence eine Wasserflasche nach ihr geworfen haben. Die Frau gab an, sich dabei das Knie verletzt zu haben. Wenige Stunden später verschärfte sich die Situation erheblich. Powell soll die Frau zu einer Wohnung in Cranston verfolgt haben. Von dort aus rief er die Frau mehrfach an und drohte laut Polizeibericht, ein Gewehr zu benutzen um alle Personen im Haus zu töten, bevor er sich selbst umbringen würde.
Powells Festnahme erfolgte in den frühen Morgenstunden des 29. März in Cranston. In Providence wurde er wegen häuslicher Gewalt mit einfacher Körperverletzung und Körperverletzung sowie häuslicher Gewalt mit Ruhestörung angeklagt. Powell, der aus Dallas stammt und gerade sein fünftes Jahr an der Providence spielte, plädierte auf nicht schuldig. Der Prozess in Providence ist für den 15. Juni angesetzt.
Ballports-Take: Die Einstellung in Cranston ändert wenig an Powells kritischer Situation. Der Prozess in Providence mit den schweren Vorwürfen der häuslichen Gewalt und der Waffendrohung wiegt deutlich schwerer. Unabhängig vom Ausgang wird dieser Fall Powells Basketball-Karriere massiv beeinflussen. Providence muss sich intern mit den Vorwürfen auseinandersetzen und entscheiden, welche Konsequenzen das für den Spieler hat.