Richter erhöht Kaution für Ex-Miami-Spieler Rashaun Jones
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Richter erhöht Kaution für Ex-Miami-Spieler Rashaun Jones

Rashaun Jones sitzt seit August 2021 in Haft. Der ehemalige Footballspieler der University of Miami muss sich zum zweiten Mal wegen des Todes seines früheren Teamkollegen Bryan Pata vor Gericht verantworten. Pata wurde am 7. November 2006 kurz nach dem Footballtraining vor seiner Wohnung erschossen. Jones stand damals früh unter Verdacht, doch es dauerte 15 Jahre, bis die Anklage folgte. Ein Prozess Anfang dieses Jahres endete mit einem Geschworenenpatt, weshalb Richterin Cristina Miranda einen Mistrial erklärte.

Der Grund für die jetzige Kautionserhöhung ist brisant: Jones wurde im Juni 2024 verhaftet, weil er in der Haft synthetische Marihuana-Papiere besaß. Eine Gefängniswärterin mit Drogenspürhund fand am 27. März 2024 K-2-Papiere in seinem Ärmelraum und in seinem Hosenbund. Diese Papiere wurden später positiv auf ADB-Butinaca getestet, einen kontrollierten Stoff. Die Verhaftung kam allerdings erst drei Monate später, im Juni.

Am Montag erhöhte Miranda die Kaution von 500.000 Dollar auf 650.000 Dollar. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar die vollständige Aufhebung der Kaution beantragt, doch die Richterin lehnte ab. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass der mutmaßliche Drogenverstoß bereits zwei Jahre zurückliegt und sie von keinen weiteren Verstößen seit damals weiß. Statt die Kaution zu streichen, ordnete sie stattdessen monatliche zufällige Drogentests an. Miranda gab zu, dass sie diese Entscheidung möglicherweise anders getroffen hätte, wenn sie von der K-2-Geschichte gewusst hätte, als Jones' Anwälte im März die Kaution senken wollten.

Jones ist vom Gericht für mittellos erklärt worden. Selbst seine ursprüngliche Kaution von 500.000 Dollar konnte er nicht aufbringen, da normalerweise zehn Prozent der Kautionssumme bar gezahlt werden müssen. Die neu erhöhte Kaution von 650.000 Dollar bedeutet, dass 65.000 Dollar erforderlich sind, um freizukommen. Sein zweites Verfahren im Fall Pata ist für September geplant. Eine Anhörung zur K-2-Anklage ist für den 23. Juli angesetzt.

Die lange Wartezeit zwischen dem Vorfall von 2024 und der Verhaftung im Juni wirft Fragen auf. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von Miami-Dade verwies auf das Sheriff-Büro, das zunächst nicht antwortete. Der Grund für die dreißigjährige Verzögerung zwischen dem mutmaßlichen Drogenverstoß und der Anklage bleibt unklar.

Für deutschen Footballfans ist dieser Fall vor allem eine Mahnung dafür, wie lange amerikanische Justiz dauern kann und wie volatil Kautionsentscheidungen sind. Jones wartet nun seit fast vier Jahren auf sein zweites Verfahren in einem Tötungsfall, der 18 Jahre zurückliegt. Die hinzugekommenen Drogenvorwürfe verschärfen seine Situation erheblich. Wer Jones' Schicksal verfolgt, sollte im September das Auge auf die Jury-Entscheidung richten. Ein zweites Patt könnte bedeuten, dass der Fall erneut verhandelt wird, oder die Anklage könnte fallen gelassen werden.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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