Ben Simmons bereitet sich auf eine Rückkehr in die NBA vor. Der australische Guard war die komplette letzte Saison abwesend und spielte zuletzt in der Saison 2024-25 für die LA Clippers, wo er in 18 Spielen im Schnitt 2,9 Punkte, 3,8 Rebounds und 3,1 Assists erzielte. Nun intensiviert er sein Training und möchte potenziellen Teams zeigen, dass er körperlich wieder fit und stärker ist. In einem Interview mit Men's Health erklärte Simmons, er habe die Pause gebraucht, um "sich selbst wiederzufinden" und Abstand vom Trubel der Liga zu gewinnen.
"Ich plane, mich so stark wie möglich zu machen, mich auf den Court zu bringen, und dann wird das Team merken, dass meine Fähigkeiten gebraucht werden", sagte Simmons in dem am Montag veröffentlichten Interview. Der ehemalige Nummer-1-Pick aus dem 2016 Draft hat mit mehreren Trainern gesprochen, die ihm signalisierten, dass ein Comeback möglich ist, wenn er gesundheitlich wieder in Ordnung kommt. Konkrete Ziele hat Simmons dabei noch nicht festgelegt.
Bei möglichen Teams schwebt dem dreifachen All-Star vor allem Miami in den Sinn. "Vielleicht gehe ich zurück nach Philly", sagte Simmons. "Miami würde mir gefallen. Und nicht nur wegen Miami. Ich mag Erik Spoelstra, ich mag die Heat, ich mag ihre Organisation und ihre Kultur." Die Aussage zeigt, dass Simmons auch die Chemie mit einem Coach und dem Team-Umfeld wichtig ist, nicht nur die sportliche Infrastruktur.
Simmons' Karriere war bisher geprägt von Verletzungsproblemen und mentalen Herausforderungen. Nach seinem sensationellen Start als 2017-18 Rookie of the Year folgte ein Bruch mit Philadelphia, der 2021-22 zu einem kompletten Ausfallsjahr führte. Verletzungen und der Holdout zerrten an ihm, bevor er zu den Brooklyn Nets und später zu den Clippers kam. Insgesamt kommt er auf 13,1 Punkte, 7,4 Rebounds und 7,2 Assists im Karrieredurchschnitt und wurde zweimal ins All-Defensive Team gewählt.
Simmons betonte, dass die Rückkehr ins Spiel seine eigene Entscheidung ist und niemand ihn dazu zwingt. "Es war nie die Frage, ob ich Basketball liebe", sagte er. "Das sitzt in meiner DNA. Ich denke, manchmal muss man einfach nur über den ganzen Kram drumherum hinwegkommen."
Für deutsche Basketball-Fans bedeutet Simmons' Comeback-Plan vor allem eine Geschichte über Reife und Selbstreflexion. Ein Spieler mit Elite-Fähigkeiten, der sich Zeit nahm, seine mentalen Dämonen zu besiegen, könnte zurückkommen stärker als vorher. Ob das gelingt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Für Fantasy-Spieler ist klar: Derzeit ist Simmons kein Top-Priorität, solange nicht feststeht, welches Team ihn nimmt und wie viel Spielzeit er erhält. Sollte er aber bei den Miami Heat landen und wieder auf 20+ Minuten pro Spiel kommen, könnte sein Draft-Wert wieder interessant werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Sabbatjahr wirklich die Heilung war, die Simmons brauchte.