Dusty May wechselt zu den Dallas Mavericks
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Dusty May wechselt zu den Dallas Mavericks

Dusty May verlässt Michigan nach einem dominanten Nationalmeistertitel 2026 und wird neuer Head Coach der Dallas Mavericks. Der 49-Jährige schreibt damit eine andere Geschichte als die meisten College-Trainer vor ihm, die in der NBA gescheitert sind.

Historisch gesehen funktioniert dieser Sprung selten. John Calipari, Lon Kruger, Leonard Hamilton, Tim Floyd, Mike Montgomery und Rick Pitino alle wurden in der NBA nie heimisch. Selbst die wenigen Erfolgsgeschichten wie Brad Stevens und Billy Donovan sind Ausnahmen. Die NBA hat aufgehört, systematisch nach College-Coaches zu suchen. Der letzte Versuch war 2019, als Cleveland John Beilein von der University of Michigan holte. Nach nur 54 Spielen war vorbei.

May ist anders strukturiert als seine Vorgänger. Er war Videokoordinator, arbeitete sich durch verschiedene Mid-Major-Programme als Assistant und Head Coach hoch. An Florida Atlantic brachte er das Team 2023 ins Final Four. An Michigan hatte er nie die Rekrutierungsmacht der traditionellen Power-Schools, baute aber trotzdem ein Championteam. Seine Quote über acht Saisons liegt bei knapp 70 Prozent. Seine Teams spielen innovative Offensivsets, May selbst gilt als kommunikativer Coach.

Das Entscheidende ist jedoch: College Basketball funktioniert mittlerweile wie eine Profliga. Name, Image and Likeness ermöglichen direktes Geldtransfer. Die Transfer Portal macht Roster-Umbauten möglich wie im Profi-Sport. Die strukturellen Unterschiede zwischen College und NBA sind kleiner geworden als je zuvor. May muss nicht wie frühere College-Coaches erst lernen, in dieser neuen Realität zu denken. Er hat sie bereits gelebt.

Dallas hat mit Cooper Flagg einen 19-jährigen Rookie-of-the-Year und zwei erste Picks im anstehenden Draft (Nummern 9 und 30). Die Basis ist jung, die Möglichkeiten sind groß. May hat bewiesen, dass er mit jungen Spielern arbeitete und sie entwickelte. Selbst wenn dieser Versuch scheitern sollte, kämen College-Programme aus dem ganzen Land zu ihm, um ihn zurückzuholen. Das ist der wichtigste Unterschied zu seinen Vorgängern: May hat ein Sicherheitsnetz, das seine Vorgänger nicht hatten.

Für deutsche Basketball-Fans, die die NBA verfolgen, könnte Mays Erfolg in Dallas bedeutsam werden. Ein funktionierender College-to-NBA-Jump nach so vielen Fehlversuchen würde die Hierarchien neu vermischen. Trainern mit innovativen Systemen stünde plötzlich wieder der Weg offen. Gleichzeitig zeigt es, wie ähnlich College und NBA geworden sind. Die Grenzen verschwimmen, und das hat Folgen für beide Ebenen. ballports beobachtet diesen Coaching-Wechsel genau, denn er könnte ein Präzedenzfall sein, der die gesamte Branche verändert.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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