New Orleans sucht Antworten bei Kamara und den Receivern
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New Orleans sucht Antworten bei Kamara und den Receivern

Die New Orleans Saints stehen vor dem Minicamp diese Woche vor mehreren ungeklärten Fragen, die sich bis zum Trainingscamp am 29. Juli noch klären müssen. Nach den freiwilligen Offseason-Workouts zeigt sich: Es gibt offene Baustellen im Kader, die gelöst werden wollen.

An der Wide-Receiver-Position häufen sich die Verletzungssorgen. Quarterback Tyler Shough warf in den ersten 11-on-11-Drills zuletzt verstärkt auf Tight Ends statt auf die breite Receiving-Corps. Ob das Absicht ist oder einfach dem aktuellen Zustand des Receiver-Rooms geschuldet war, wird sich zeigen. Dabei gab es Optimismus nach dem Draft: Die Saints holten sich mit Jordyn Tyson (Pick 8), Bryce Lance (Pick 136) und Barion Brown (Pick 190) gleich drei Receiver. Die Tiefe im Room wird am Ende zu schwierigen Entscheidungen auf der 53er-Liste führen.

Das Problem sitzt oben an der Depth Chart. Tyson, der neben Chris Olave ein Starter ab Tag eins sein soll, ist seit dem zweiten Tag des Rookie-Minicamps limitiert. Coach Kellen Moore verpackt das als geplantes Maintenance-Programm. Tyson brauchte im Frühjahr Reha für Verletzungen aus seiner College-Zeit. "Ich hatte einen langen Combine-Prozess, da ist es gut, mal die Füße hochzulegen. Aber ich vertraue den Coaches", sagte Tyson zu Beginn der OTAs.

Olave selbst ist ebenfalls eingeschränkt im Einsatz. Der Star-Receiver fehlte beim letzten öffentlich zugänglichen OTA-Training komplett. Grund: eine Blutgerinnselbildung, die ihn schon im Saisonfinale 2025 stoppte. Moore nimmt da kein Risiko. "Er konnte nicht bei den Team-Aktivitäten teilnehmen, er war heute gar nicht da", erklärte der Coach. "Aber er hat im Offseason viel gearbeitet, ihm wird es gut gehen."

Die größere Frage umkreist aber den Namen Alvin Kamara. Der Running Back tauchte überraschend zu den OTAs auf, zum ersten Mal seit 2019. Doch seine Anwesenheit klärte nichts über seine Rolle in der kommenden Saison. Die Saints müssen sich bis zum Training Camp um Kamaras 11,5-Millionen-Dollar-Gehalt kümmern, sonst wird sein Roster-Spot zum Problem. Bei nur 6,5 Millionen Dollar freiem Cap Space nach der Draft-Klasse wird ein neuer Deal notwendig.

New Signing Travis Etienne Jr. kassiert 14 Millionen Dollar in Cash und einen neuen Vertrag über 11,8 Millionen pro Jahr. Als man den neuen RB fragte, ob er Klarheit über Kamaras Status braucht, war Etienne pragmatisch. "Ich muss mich auf mein bestes Selbst vorbereiten, egal wer hier ist", sagte er. "Idealerweise hätte ich einen anderen Running Back, der die Last teilt. Aber ich kann nicht über Was-wäre-wenn-Szenarien spekulieren. Ich bereite mich vor, als wäre ich derjenige, der das Team trägt."

Für deutsche Football-Fans ist die Saints-Situation ein Lehrstück darin, wie schnell die Dynamik in einer Offense sich verschieben kann. Kamara war lange das Gesicht der Offense in New Orleans. Dass die Saints jetzt lieber über einen neuen Deal verhandeln als ihn automatisch zu zahlen, spricht eine klare Sprache: Die Franchise zieht die Generationen-Grenze. Wer Kamara in Fantasy-Ligen hält, sollte wissen, dass sein Workload stark fallen könnte, falls er bleibt und Etienne die primäre Load trägt. Zugleich sind die Receiver-Verletzungen bei Tyson und Olave ein Risiko, das Shough-Projektionen unter Druck setzt.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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