Michigan weigert sich, Moore-Untersuchung freizugeben
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Michigan weigert sich, Moore-Untersuchung freizugeben

Die ehemalige Executive Assistant von Sherrone Moore verklagt die University of Michigan. Paige Shiver wirft der Schule vor, gegen den Freedom of Information Act zu verstoßen, indem sie mehrere Anträge auf Akteneinsicht ablehnt. Die Klage wurde Mitte der Woche bei Gericht eingereicht und fordert sowohl die angeforderten Unterlagen als auch Schadensersatz.

Moore war im Dezember entlassen worden, nachdem er Michigan zwei Saisons lang trainiert hatte. Der Grund: eine unangemessene Beziehung zu Shiver. Laut Polizeibericht hatte Shiver die Affäre zuvor beendet und sich an Schulmitarbeiter gewandt. Moore soll Shiver später konfrontiert und beschuldigt haben, für seine Entlassung verantwortlich zu sein. Im April plädierte Moore auf "nicht schuldig" in den Anklagepunkten Hausfriedensbruch und böswillige Nutzung eines Telekommunikationsgeräts. Er wurde auf 18 Monate Bewährung verurteilt. Shiver erschien bei der Gerichtsverhandlung nicht, gab aber eine Erklärung ab, in der sie sagte, dass die Strafe "nicht das Leid widerspiegelt, das mir zugefügt wurde".

Shivers Anwalt Julie Murphy hatte zwischen Februar und Juni FOIA-Anfragen an die Universität gestellt, darunter eine zur Untersuchungsdatei zu Moores Entlassung. Alle wurden von der Schule abgelehnt. Andrew Stroth, ein weiterer Anwalt in Shivers Team, wies in einer Stellungnahme auf einen besonders druckvollen Punkt hin: "Diese öffentliche Universität zahlte der Anwaltskanzlei Jenner & Block 12 Millionen Dollar, um den Sherrone-Moore-Skandal zu untersuchen, einschließlich Missbrauch sowie Title-IX- und Title-VII-Verstöße in der Athletic Department und in Schembechler Hall. Jetzt weigert sie sich, die Ergebnisse dieser Untersuchung freizugeben."

Für deutsche Fans, die American Football an amerikanischen Top-Unis verfolgen, zeigt sich hier ein tieferes Strukturproblem: Große Universitäten investieren Millionen in externe Untersuchungen von Skandalen in ihren Sportprogrammen, machen die Ergebnisse aber nicht öffentlich. Das schafft den Eindruck von Vertuschung statt Aufklärung. Michigan konkurriert um die besten Spieler und Recruits; wer wissen möchte, wie sauber ein Programm wirklich läuft, bekommt keine Antworten. Shivers Klage könnte das ändern oder die Universitäten weiter in die Defensive treiben.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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