Deion Sanders und Colorado wollen 2026 zurückschlagen
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Deion Sanders und Colorado wollen 2026 zurückschlagen

Nach einer verheerenden Saison mit nur drei Siegen und sieben Niederlagen in den letzten acht Spielen hat Deion Sanders bei Colorado ein klares Statement abgegeben: Die Wende ist bereits in Gang, man sieht sie nur noch nicht. In einem Interview in Frisco, Texas, sagte Sanders mit aller Deutlichkeit, dass die Umstrukturierung des Teams bereits Früchte trägt, auch wenn die Ergebnisse noch ausstehen.

Die Zahlen der vergangenen Saison sprachen eine deutliche Sprache. Colorado landete beim Gesamtoffense auf Platz 112 im Land, bei der Verteidigung sogar auf 121. Besonders verheerend war die Laufverteidigung, die auf Position 133 von 134 Teams in der FBS rangierte. Sanders räumte auch eigene Fehler ein. Seine Diagnose mit Blasenkrebs hatte ihn von Mai bis zum Trainingsstart aus dem Team genommen, und auch danach war er nicht vollständig bei der Sache. Er fehlte die mentale Klarheit, die für seine Arbeit notwendig ist. Sanders gab zu, dass er Anpassungen hätte früher vornehmen sollen und dass einige Lücken in der Spielweise nicht von ihm korrigiert wurden.

Für 2026 hat Colorado massive Veränderungen vorgenommen. 66 neue Spieler sind ins Roster gekommen. Auf der Trainerstelle gab es ebenfalls Umbruch: Brennan Marion, ehemaliger Head Coach der Sacramento State, übernimmt die Offensive als Coordinator. Chris Marve wurde zum Defensive Coordinator befördert, nachdem Robert Livingston zum Denver Broncos wechselte. Beide bringen erfolgreiche Track Records mit sich.

Der Schlüssel auf der Offensive wird zweiter Jahr Quarterback Julian Lewis sein. Der ehemals hochgelobte Recruit hatte bereits zwei Spiele im letzten Jahr gestartet, verlor allerdings beide gegen West Virginia und Arizona State. Sanders zeigte sich optimistisch über Lewis' Potenzial und sprach von einer "unglaublichen Decke". Die Konsistenz wird der entscheidende Faktor. Dazu kommt Danny Scudero, der von San Jose State kam und die Nation in Receiving Yards anführte. Sanders hatte sogar Julian Edelman angerufen, um Scudero als Vorbild zu vermitteln, da dieser ihn emuliert.

Auf der Defensive könnte Colorado mit 11 neuen Startern auf das Feld gehen, was ein positives Zeichen ist. Sanders äußerte allerdings leichte Sorgen um die Qualität an der Defensive Tackle Position. Insgesamt aber sieht der Coach keine Druck kommen von der schlechten Saison. Er sagte selbst, dass er den Druck aufbringt, ihm nicht unterliegt. In vielen Spielen habe sich die Niederlage auf wenige spielentscheidende Momente reduziert, und mit dem neuen Personal glaubt Sanders, dass solche Adjustments künftig möglich sind.

Für DACH-Fans, die Colorado verfolgen, ist dies ein vielversprechender Reset nach einer frustrierenden Saison. Der Optimismus von Sanders basiert nicht auf Leeren Worten, sondern auf konkreten Personalveränderungen und Trainer-Upgrades. Julian Lewis entwickelt sich zum wichtigsten Spieler für die kommende Saison, sein Erfolg oder Scheitern wird darüber entscheiden, ob die Turnaround-Geschichte real wird oder ob 2026 ein weiteres Kapiitel der Enttäuschung wird. Die kommende Saison wird zeigen, ob Sanders' Vertrauen gerechtfertigt ist oder ob der Umbruch zu radikal und zu ungetestet ist.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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