Die Las Vegas Aces haben Minnesota Lynx im Duell der beiden besten Teams der WNBA mit 100:97 geschlagen und damit die Siegesserie der Lynx von acht Spielen beendet. Für die Aces war es der sechste Sieg in Folge. Das Spiel am Samstag in der Michelob Ultra Arena blieb eng bis zur Schlussminute, entschieden wurde es durch die Freiwurfquote der Aces in den letzten 44,3 Sekunden: Sie verwandelten alle sieben Versuche.
Die Aces bauen damit ihre Bilanz in der Commissioner's Cup-Konferenz des Westens auf 5:0 aus. Zwei Spiele stehen noch an, am Montag gegen Dallas und am Mittwoch gegen Phoenix. Der Commissioner's Cup ist seit 2021 ein Wettbewerb während der regulären Saison, bei dem die besten Teams jeder Konferenz am 30. Juni in einem Finale aufeinandertreffen. Der Sieger erhält seinen Anteil aus einem 500.000-Dollar-Pool für die Spielerinnen, zusätzlich fließen Spenden an Organisationen die die Teams auswählen.
Chelsea Gray war die große Gewinnerin auf Seiten der Aces. Die Guard traf sechs Dreier und bescherte der Las Vegas damit insgesamt 23 Punkte und 7 Assists. Bemerkenswert: Gray hatte zwei Tage zuvor gegen Portland neun Dreier in einem Spiel getroffen und damit einen WNBA-Einzelspielrekord gebunden. Ihre 15 Dreier über diese beiden Spiele teilt sich Gray nun mit Kayla McBride und Diana Taurasi, die diese Marke ebenfalls erreicht haben. A'ja Wilson erzielte 24 Punkte und holte 10 Rebounds, Jackie Young steuerte 16 Punkte und 10 Rebounds bei. Las Vegas schoss insgesamt beeindruckend: 11 von 25 Dreier (44 Prozent), 54 Prozent aus dem Feld insgesamt und 89 Prozent von der Freiwurflinie (17 von 19).
Olivia Miles führte die Lynx mit 29 Punkten an. Die Rookie des Jahres-Favoritin spielte in einer Commissioner's Cup-Bilanz von 4:1 für Minnesota. Insgesamt stehen sich die Aces und Lynx nun jeweils mit einer Gesamtbilanz von 10:3 gegenüber. Aces-Trainer Becky Hammon analysierte das Spiel nüchtern: Beide Teams hätten defensiv besser sein können. Während sie selbst die 97 Punkte des Gegners nicht zufriedenstellen könnten, wäre Lynx-Trainer Cheryl Reeve ebenfalls nicht glücklich über die 100 Punkte der Aces. "Das waren zwei wirklich gute Teams, die aufeinander losgingen", sagte Hammon. "Wahrscheinlich eines dieser Spiele, das Trainer in den Wahnsinn treibt, aber für Zuschauer vermutlich unterhaltsam ist."
Für deutsche Basketball-Fans ist dieser Commissioner's Cup ein interessantes Format, weil es den WNBA-Wettbewerb um eine zusätzliche Komponente bereichert. Gray und die Aces spielen mit klarer Absicht um den Preis und das Prestige, was sich in der Qualität der Performances widerspiegelt. Die Dominanz der Aces in diesem Wettbewerb wird ein Thema bei den Playoffs sein, zumal ihr Shooting und ihre Freiwurfquote konsistent sind. Chelsea Grays Leistungen deuten darauf hin, dass sie in dieser Saison ein absolutes Elite-Level erreicht hat.