Jalen Hurts hat sich erstmals öffentlich zur Trennung von A.J. Brown geäußert. Der Philadelphia Eagles Quarterback sprach am Mittwoch, nachdem der Trade offiziell wurde, und betonte zunächst das Gemeinsame in vier Jahren: vier Playoff-Appearances, zwei Super Bowl Reisen und eine Meisterschaft. Brown hatte 2022 mit 1.496 Receiving Yards einen persönlichen Rekord aufgestellt und das Jahr darauf ein weiteres 1.400-Plus-Yard-Jahr hingelegt.
Doch in der jüngsten Saison stimmte das Zusammenspiel nicht mehr. Brown machte sein Unbehagen deutlich, suchte sich einen neuen Verein und wurde am 1. Juni zu den New England Patriots gehandelt, im Austausch für einen zukünftigen First- und Fifth-Round Pick. Die beiden Receiver und Quarterback standen sich einmal sehr nahe, das ist vorbei. Brown sagte zuletzt, dass zwischen ihnen noch Liebe vorhanden ist, aber die enge Freundschaft abgekühlt ist.
Hurts selbst nahm sich in seinen Statements zurück. Er sprach nicht von persönlichen Konflikten, sondern konzentrierte sich auf seine Rolle als Leader. "Ich bin nicht in der Position, jemandes Perspektive in Frage zu stellen. Mein Fokus liegt auf dem Kollektiv," sagte Hurts. Er betonte sein Commitment gegenüber dem Team und dem gemeinsamen Ziel.
Die Eagles installieren derzeit eine neue Offensive unter Coordinator Sean Mannion. Während des Minicamps zeigte sich: Die Umstellung ist noch nicht komplett verdaut. Das Passing Game wirkte stellenweise unkoordiniert. Dennoch äußerten sich Hurts und andere Spieler optimistisch. Der Quarterback war ermutigt vom Trainingsfortschritt und sieht einen "spaßigen Sommer" vor der Mannschaft.
Für deutsche Fans, die die Eagles verfolgen, ist klar: Das ist eine Testphase. Die beiden wichtigsten Säulen der Offense der letzten Jahre haben sich entwachsen, und jetzt muss Hurts unter neuem Coordinator beweisen, dass Philadelphia trotzdem kompetitiv bleibt. Die Frage ist nicht ob Hurts gut genug ist, sondern ob Sean Mannions Scheme ihn und die restliche Offense in Sachen Effizienz voranbringt. Die nächsten Wochen und Monate zeigen, ob der Optimismus berechtigt ist oder nur Profitalk.