Seit die WNBA 1997 ihre Pforten öffnete, haben nur wenige Spielerinnen das geschafft, wofür viele Jahrzehnte trainieren: ein Triple-Double. Das bedeutet zweistellige Zahlen in drei von fünf statistischen Kategorien an einem einzigen Spieltag. Punkte, Rebounds, Assists, Steals oder Blocks müssen alle stimmen. Insgesamt 60 Triple-Doubles wurden in der WNBA-Geschichte registriert, davon 52 in der regulären Saison und acht in den Playoffs.
Den Anfang machte Sheryl Swoopes am 27. Juli 1999. Die Houston Comets besiegten die Detroit Shock mit 85:46, und Swoopes notierte dabei 14 Punkte, 15 Rebounds und 10 Assists. Sie war auch die erste, die das Kunststück sowohl in der regulären Saison als auch in den Playoffs wiederholte. Im Jahr 2005 gelang ihr gegen Seattle eine Triple-Double mit 14 Punkten, 10 Rebounds und 10 Assists im dritten Spiel der Western Conference Semifinals.
Heute aber dominiert eine Spielerin diese Statistik wie keine andere: Alyssa Thomas von den Phoenix Mercury. Sie hält mit 25 Triple-Doubles den WNBA-Rekord, 19 davon in der regulären Saison. In den Playoffs kommt sie auf sechs Triple-Doubles, ebenfalls ein Ligarekord. Ein besonderer Moment geschah im September 2025, als Thomas das erste 20-Punkte-Triple-Double in der WNBA-Playoff-Geschichte auflegte: 20 Punkte, 11 Rebounds und 11 Assists für Phoenix.
Nur acht Spielerinnen in der WNBA-Geschichte haben überhaupt mehrere Triple-Doubles in ihrer Karriere erreicht. Neben Thomas sind es Sabrina Ionescu mit vier, Candace Parker und Caitlin Clark mit je drei, sowie Chelsea Gray, Courtney Williams, Jackie Young, Jessica Shepard und Sheryl Swoopes mit je zwei. Ein besonderer Name verdient Aufmerksamkeit: Caitlin Clark, die 2024 die erste Rookie überhaupt war, der ein Triple-Double gelang. Mit 19 Punkten, 12 Rebounds und 13 Assists führte sie die Indiana Fever zu einem 83:78-Sieg gegen New York. Später in derselben Saison wiederholte Clark das Feat mit 24 Punkten, 10 Rebounds und 10 Assists beim 93:86-Erfolg gegen die Los Angeles Sparks.
Ballports-Take: Triple-Doubles in der WNBA sind extrem selten und unterstreichen ein Phänomen, das deutsche Basketballfans verstehen sollten: Die Spielerinnen, die das schaffen, sind All-around-Talente auf höchstem Level. Alyssa Thomas und Caitlin Clark repräsentieren unterschiedliche Generationen, zeigen aber beide, wie wertvoll Vielseitigkeit ist. Für Fantasy-Basketball-Spieler aus der DACH-Region sind solche Spielerinnen Goldgruben, weil sie in mehreren Kategorien Punkte bringen. Thomas ist eine etablierte Veteranin, Clark hingegen könnte jahrelang auf diesem Niveau performen. Wer beide verfolgt, sieht die Zukunft der WNBA.