Die Western Conference Finals zwischen Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs stehen 1-1. Nach einem 122-113-Sieg der Thunder am Donnerstag reisen die Spurs zu Hause in Spiel drei mit neuem Selbstvertrauen an. Oklahoma City dominiert die reguläre Saison mit 64 Siegen und Platz eins im Westen, San Antonio folgt mit 62 Siegen auf Rang zwei. Im direkten Vergleich dieser beiden Serien schlagen die Thunder ihre Gegner im Schnitt um 11,1 Punkte pro Spiel, während San Antonio 119,8 Punkte pro Partie erzielt und damit 11,9 Punkte mehr scored als Oklahoma City zulässt.
Shai Gilgeous-Alexander führte Thunder in Spiel zwei mit 30 Punkten an, Stephon Castle antwortete für die Spurs mit 25 Zählern. Castle trifft 47,1 Prozent seiner Würfe und durchschnittlich 16,6 Punkte pro Spiel. Victor Wembanyama legte in den letzten zehn Partien 22,5 Punkte pro Nacht auf und bleibt damit die zweite Offensiv-Option der Spurs. Auf der anderen Seite steigerte sich Gilgeous-Alexander im bisherigen Playoff-Verlauf auf 31,1 Punkte pro Spiel, während Alex Caruso in der jüngsten Zehner-Serie durchschnittlich 2,4 Dreier pro Nacht trifft.
Die Thunder zeigten in ihren letzten zehn Spielen eine bemerkenswerte Bilanz von 9-1 bei 120,7 Punkten pro Partie und schießen dabei 49,5 Prozent aus dem Feld. San Antonio kompensiert mit einer 7-3-Serie in den letzten zehn Spielen, durchschnittlich 118,7 Punkte und einer Feldquote von 49,1 Prozent. Beide Teams machen im modernen Basketball die Distanzwürfe zum Unterscheidungsmerkmal: Oklahoma City versenkt durchschnittlich 13,8 Dreier pro Spiel, 0,8 mehr als San Antonio zulässt. Die Spurs sind defensiv auf der anderen Seite stark genug, um Thunder-Gegner auf nur 107,9 Punkte zu halten.
Bei den Ausfällen melden die Spurs ernsthafte Probleme: David Jones Garcia ist für die Saison raus (Knöchel), De'Aaron Fox sitzt derzeit aus (Knöchel), Dylan Harper wird täglich überprüft (Bein). Oklahoma City muss mit Jalen Williams (Oberschenkel, täglich überprüft) und dem Saisonausfall von Thomas Sorber (Knie) planen. Das Spiel drei findet am Freitag um 20:30 Uhr EDT in San Antonio statt, die Spurs sind leichte Favoriten mit minus 1,5 Punkten. Der Over/Under liegt bei 215,5 Punkten.
Ballports-Take: Das ist das klassische Conference-Finals-Szenario: ein erster Sieg für die unterlegene Seite, jetzt kehrt es nach Hause. San Antonio hat Probleme in der Guard-Rotation und muss ohne De'Aaron Fox auskommen, was die Kreativität in Offensiv-Sequenzen einschränkt. Gilgeous-Alexander ist im Rhythm und wird nicht zu stoppen sein, die Frage ist, ob Castle und Wembanyama konstant genug antworten können. Deutsche Fantasy-Basketball-Manager sollten Gilgeous-Alexander im Auge behalten: Bei diesem Scoring-Tempo und dieser Effizienz ist er eine sichere Bank, während Castle momentan ein Sleeper-Status hat, da er 47 Prozent trifft und nur wenig national wahrgenommen wird.