Big 12 erste Power Conference mit vollständiger CSC-Teilnahme
← NewsCFB

Big 12 erste Power Conference mit vollständiger CSC-Teilnahme

Die Big 12 macht Ernst mit der Kontrolle von Name, Image und Likeness Zahlungen. Alle 16 Schulen der Liga haben sich bereit erklärt, Teilnahmevereinbarungen mit der College Sports Commission zu unterzeichnen. Damit wird die Big 12 zur ersten der vier großen Konferenzen, bei der jedes Mitglied diesen Schritt geht.

Die CSC wurde vor knapp einem Jahr gegründet, um NIL-Zahlungen nach dem House-Settlement zu überwachen und durchzusetzen. Die Vereinbarung verpflichtet die Schulen, auf Klagen gegen die Agentur zu verzichten und gibt der CSC weitgehende Befugnisse, um Programme zu sanktionieren, die gegen die neuen Regeln verstoßen. Das ist ein großer Schritt, denn alle 68 Schulen der Power Four müssen unterzeichnen, damit das System überhaupt gültig wird.

Big-12-Commissioner Brett Yormark betont, dass seine Liga hier Verantwortung übernimmt. "Die Big 12 möchte Regeln und deren Durchsetzung, und wir wollen hier eine Vorreiterrolle spielen", sagte Yormark nach den viertägigen Jahrestreffen der Liga in Frisco, Texas. Die Schulen des Big-12-Boards, zusammengesetzt aus Präsidenten und Kanzlern aller 16 Mitglieder, stimmten einstimmig ab. Yormark erwartet, dass alle Unterschriften bis Anfang der nächsten Woche vorliegen.

Die anderen drei Power Conferences haben bislang noch keine Teilnahmevereinbarungen unterzeichnet, obwohl sie ebenfalls angeben, dass ihnen Regeln und Durchsetzung wichtig sind. "Ich kann nicht für die anderen Konferenzen sprechen. Sie sagen alle, dass sie Regeln und Durchsetzung wollen, aber sie haben die Vereinbarung noch nicht unterzeichnet", sagte Yormark.

Die elfseitige Vereinbarung legt fest, wie NIL-Zahlungen funktionieren sollen, unter anderem durch eine Gehaltsobergrenze und die NIL-Go-Plattform der CSC, über die Deals mit dritten Parteien analysiert werden. Seit der Launch vor knapp 12 Monaten hat die CSC bereits mehr als 26.000 NIL-Deals im Wert von rund 242,3 Millionen Dollar freigegeben. CSC-Chef Bryan Seeley besuchte die Treffen der Big 12 in North Texas.

Yormark ist optimistisch, dass das System funktioniert. "Wie bei jedem Startup, und die CSC ist ein Startup, weniger als 12 Monate alt, muss man überlegen, was funktioniert und was nicht, und welche Anpassungen notwendig sind", sagte er. Die kommenden Wochen sollen zeigen, wie die CSC und die Konferenzen ihre Zusammenarbeit optimieren können.

Ballports-Take: Die Big 12 positioniert sich hier als Vorreiter in einer Landschaft, die noch völlig neu ist. Für deutsche Fans mit Interesse an College Football bedeutet das: Hier entsteht gerade eine Infrastruktur, die NIL-Zahlungen transparenter und kontrollierter macht. Das ist auch wichtig für potenzielle europäische Talente, die in die NCAA wollen - sie sollen wissen, dass es nicht mehr um Graubereiche geht. Die anderen Power Conferences werden folgen müssen, wenn die Big 12 zeigt, dass dieses System funktioniert.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
← Alle News