Pac-12 kehrt zurück: Boise State führt neue Liga an
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Pac-12 kehrt zurück: Boise State führt neue Liga an

Nach zwei Jahren im Provisorium kehrt die Pac-12 2026 in neuer Form zurück. Oregon State und Washington State, die beiden übrigen Gründungsmitglieder der klassischen Conference, bekommen prominente Verstärkung: Boise State, San Diego State, Fresno State und Utah State wechseln aus der Mountain West hinzu. Auch Colorado State und Texas State komplettieren die achtköpfige Liga, die sich damit als stärkste Conference der Group of 6 positioniert.

Boise State gilt als klarer Favorit auf den Titel. Die Broncos haben in den letzten 15 Jahren sieben Mountain-West-Meisterschaften gewonnen und verfügen über die beste Kontinuität im Kader. Ihr Vorteil ist allerdings nicht erdrückend. Vier Teams liegen in den Projektionen nur eine Touchdown-Distanz dahinter, was einen echten Titelkampf verspricht.

Die Kontinuität der Rosters ist bemerkenswert stabil für eine G6-Conference. Vier Teams rangieren bundesweit in der oberen Hälfte bei der Rückkehrquote von produktiven Spielern, kein Team fällt unter Platz 109 national. San Diego State allerdings präsentiert ein paradoxes Bild: Ein schwaches Offense-Gefüge kehrt fast komplett zurück, während die starke Defense kaum noch Stammspieler hat. Das lässt sich optimistisch oder pessimistisch interpretieren.

Während San Diego State und Boise State beide eine vierteilige Meisterschaftsbindung der Mountain West absolverten, gelang Fresno State unter Neu-Coach Matt Entz ein solider Start. Utah State erreichte .500 trotz mangelnder Kontinuität, Texas State verlor eine Serie knapper Spiele, die den Bobcats ihre Key-Player kosten könnten. Colorado State hingegen enttäuschte erneut, eine unangenehme Gewohnheit der Rams in jüngster Zeit.

Die neuen Trainer und Transfer-Bewegungen könnten diese Liga zu einem spannenden Wettkampf machen. Keine einzelne Mannschaft ist dabei ein so dominanter Conference-Favorit wie Boise State, doch niemand startet hoffnungslos zurück. Für die beiden Pac-12-Gründer Oregon State und Washington State war der Weg hierher hart: Sie spielten zwei Jahre lang Spiele gegen die Mountain West und sich selbst in einem Home-and-Home-Format. Ein neutraler Pac-12-Championship-Game hätte beiden erlaubt, Banner aufzuhängen. Die neue Liga bietet ihnen diese Chance nun neu.

Ballports-Take: Für deutsche Fans ist die Pac-12-Renaissance vor allem ein Zeichen der Ligarestabilität nach dem großen Realignment. Boise State bleibt der Ankerpunkt dieser Conference, doch die Tiefe des Feldes macht 2026 unberechenbar. Wer Boise-State-Spieler verfolgt, kann mit hohen NFL-Draft-Positionen rechnen, falls die Broncos erneut dominieren. San Diego State ist der spannendste Wildcard: Eine explosive Offense könnte mit stärkerer Defense die Favoriten fordern. Für ELF-Vergleiche ist relevant, dass G6-Konferenzen wie die neue Pac-12 inzwischen stabiler sind als viele erwartet hätten, was zukünftige internationale Spiele vereinfachen könnte.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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