Karson Gordon verlässt UCLA. Der Quarterback und Triple-Jump-Athlet bestätigte am Freitag über Social Media, dass er in das NCAA-Transfer-Portal eingezogen ist. Gordon will sich künftig auf Football konzentrieren, behält aber die Option auf Track and Field offen.
Gordon kam 2023 als dreieinhalb-Stern-QB aus Missouri City, Texas zu den Bruins. Seitdem hat sich sein Status verschoben. Auf der aktuellen Depth Chart der UCLA-Brains steht er als Receiver, hat aber noch keinen Snap bei den Collegiates gespielt. Das Duale-Sport-Modell führte zu dieser Umorientierung, Gordon kam ursprünglich als Quarterback, nutzte aber parallel auch die Chance im Sprungbereich der Leichtathletik.
Die Timing von Gordons Transfer-Ankündigung fällt in ein neues Fenster der NCAA-Regularien. Im Januar hatte die Organisation die separaten Frühlings-Portal-Fenster für Football abgeschafft und konzentriert sich stattdessen auf ein einziges 15-Tage-Fenster im Januar. Leichtathletik-Athleten haben zwei Gelegenheiten: ein Fenster am Ende des Herbstes und ein 30-Tage-Fenster, das am Tag nach den Auswahlverkündungen für die Division-I-Meisterschaften öffnet. Das aktuelle Fenster begann am 28. Mai und endet am 26. Juni.
Gordon hat sich noch nicht auf ein College festgelegt. In seiner Social-Media-Mitteilung schrieb er, dass er der UCLA dankbar sei und Freundschaften aufgebaut habe, die ein Leben lang halten werden. Die Saison 2026 der Leichtathletik verpasste er aufgrund einer Verletzung. Während seiner echten Freshman-Saison konkurierte er in zwei Hallenmeisterschaften und stellte einen persönlichen Rekord im Triple Jump auf.
Ballports-Take: Gordons Geschichte zeigt, wie schwierig das Dual-Sport-Modell im modernen College-Football ist. Wer als QB anfängt und dann zu Receiver oder ATH umgestellt wird, verliert an Klarheit über seine echte Position. Für deutsche Fans, die US-College-Football verfolgen: Das Transfer-Portal ist jetzt noch dichter geworden durch die neuen Fenster-Regeln. Gordon nutzt das Track-Fenster, weil es ihm mehr Flexibilität gibt als das Football-Fenster im Januar. Das ist strategisch sinnvoll für Dual-Sport-Athleten. Zu beobachten bleibt, ob er wirklich sein primärer Sport die Leichtathletik bleibt oder ob sich ein FBS-Programm seinetwegen entscheidet.