Die Detroit Pistons haben sich von Caris LeVert getrennt. Der Guard geht zusammen mit zwei Second-Round-Picks an die Milwaukee Bucks. Im Gegenzug erhalten die Pistons Taurean Prince und Gary Harris, wie ESPN-Insider Shams Charania berichtet. Alle drei beteiligten Spieler haben auslaufende Verträge. Für Detroit bringt der Trade zusätzliche Cap-Ersparnis und eine neue Trade Exception.
LeVert kam im vergangenen Sommer zu den Pistons und unterzeichnete einen Zweijahres-Deal über 29 Millionen Dollar. In der regulären Saison spielte er in 60 Spielen für die topgesetzte Mannschaft aus Michigan, erzielte im Schnitt 7,4 Punkte und traf 41,7 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Das war weniger als erhofft für einen Spieler mit diesem Vertrag.
Taurean Prince hingegen ist genau das, wofür die Pistons suchten: ein Spezialist aus der Distanz. In den letzten zwei Saisons schoss der Forward über 43 Prozent von jenseits der Dreierlinie, eine Elite-Quote in der NBA. Gary Harris, seit 12 Jahren in der Liga unterwegs, spielte in Milwaukee nur eine Nebenrolle. Unter 14 Minuten durchschnittlich bekam der erfahrene Defender in der vergangenen Saison von den Bucks.
Der Trade macht sportlich Sinn für Detroit: Die Pistons investieren in Perimeter-Shooting und geben dafür einen Spieler ab, der die bisherigen Erwartungen nicht erfüllt hat. Prince passt besser ins moderne NBA-Spiel und kann neben der starken Offense der Pistons als Spot-up-Threat fungieren. Harris bringt Veterianen-Erfahrung und Defense-Potenzial mit sich, auch wenn sein Spielvolumen begrenzt sein dürfte.
Für deutsche Basketball-Fans, die die Pistons verfolgen, ist das ein klares Signal: Detroit versucht, schneller zum Konkurrenzpunkt zu kommen. Die Nr. 1-Seed in dieser Saison zeigt Ambitionen über den bloßen Erfolg hinaus. Wer LeVert in der Fantasy-Liga rostet, sollte ihn streichen—sein Upside war in Detroit ohnehin begrenzt. Prince dagegen könnte in Milwaukee wieder mehr Minuten bekommen und als Bench-Scorer Wert generieren, wenn die Bucks ihn richtig einsetzen.