Caitlin Clark will zurück auf dem Parkett. Die All-Star der Indiana Fever hofft, am Mittwochabend gegen die Los Angeles Sparks wieder spielen zu können, nachdem sie zwei Wochen lang eine Rückenverletzung auskuriert hat. Die Verletzung entstand am 24. Juni in einem Spiel gegen Phoenix Mercury, als Clark nach einem Treffer an den Hals getroffen wurde. Das Foul war so hart, dass die Liga Mercury-Forward Alyssa Thomas für ein Spiel sperrte, weil sie laut Regelwerk rücksichtslos Kontakt mit ihrer Faust hergestellt hatte.
Clark machte deutlich, dass sie ungern an zwei aufeinanderfolgenden Tagen spielen würde. Falls sie mittwochs gegen Los Angeles auflaufen darf, werde sie donnerstags nicht bei der Neuauflage in Phoenix dabei sein. Ein Einsatz am Mittwoch würde bedeuten, dass sie unter einer Minutenbeschränkung steht, wahrscheinlich über 20 Minuten hinaus. Danach könnte sie möglicherweise bereits am Sonntag gegen Las Vegas wieder einsatzbereit sein, sofern alles gut läuft. "Ich bin sehr hoffnungsvoll für morgen", sagte Clark beim Trainingsstart am Dienstag, "und natürlich wäre es schwierig für mich, beide Spiele zu absolvieren, aber wir schauen, wie es sich anfühlt."
Trainerin Stephanie White nahm einen vorsichtigeren Ton an. Sie betonte, dass sie auf die Freigabe der medizinischen Abteilung wartet, bevor Clark spielen darf. "Ich mache das, was mir gesagt wird. Ich bleibe in meiner Spur. Was die Mediziner sagen, das tun wir, um sicherzustellen, dass sie bereit ist", erklärte White. Die Gesundheit auf lange Sicht habe Priorität.
Clark hat diese Saison bereits drei von 20 Spielen verpasst. Im Jahr 2025 stand sie insgesamt nur in 13 von 44 Spielen auf dem Platz. Bemerkenswert: Die Fever sind ohne sie 3:0, und das Team hatte bereits ohne Clark die WNBA-Playoffs 2025 erreicht. Dennoch wird die Serie von Verletzungen und die physische Intensität, mit der gegnerische Teams gegen eine der populärsten Spielerinnen der Liga vorgehen, kontrovers diskutiert.
Die Alyssa-Thomas-Incident hat eine Debatte über Sicherheit im Frauenbasketball ausgelöst. Thomas erhielt nach ihrer Sperre Todesdrohungen, was Coach White und Clark beide als inakzeptabel bezeichneten. Jüngst meldete sich Hall-of-Fame-Coach Geno Auriemma zu Wort und sagte auf einem Podcast, dass nicht Clark für die Kontroversen verantwortlich sei, sondern ihre Anhänger die Debatten angeheizt hätten. Auriemma warnte davor, jeden Tackle als Skandal zu bewerten, nur weil Clark betroffen ist.
Für deutsche Fans, die Clark seit ihrer Zeit in Übersee kennen, ist ihre Verletzungsserie frustrierend zu beobachten. Eine der besten Shooterinnen der Welt kann ihr volles Potenzial in der WNBA noch nicht abrufen, wenn sie ständig ausfällt. Ihre Fantasy-Basketball-Werte fallen, sobald sie nicht spielt, aber langfristig bleibt sie eine der wertvollsten Spielerinnen der Liga. Das Mittwochsspiel gegen Los Angeles wird ein Test sein, ob sie wirklich einsatzfähig ist oder ob die Ärzte noch vorsichtiger werden müssen.