Chennedy Carter von Las Vegas Aces freigegeben
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Chennedy Carter von Las Vegas Aces freigegeben

Die Las Vegas Aces haben sich von Guard Chennedy Carter getrennt. Das Team gab die Entlassung der 27-Jährigen am Dienstag bekannt. Carter hatte in 13 der 21 Spiele der Aces gespielt und durchschnittlich 12,2 Punkte erzielt.

Die Trennung kommt überraschend, nachdem Carter im Mai noch eine starke Phase hatte. Sie spielte in allen acht Aces-Spielen dieses Monats, fehlte dann aber in sechs der zwölf Juni-Spiele. Ein Schienbeinverletzung und später eine unbekannte Krankheit wurden als Gründe genannt. Im Commissioner's Cup Final am 30. Juni gegen New York erzielte Carter 18 Punkte in 25 Minuten, obwohl die Aces 93:85 verloren. Danach aber wurden ihre Einsatzzeiten drastisch reduziert. Beim 98:90-Sieg nach Verlängerung gegen Chicago spielte sie nur 11 Minuten und warf 4 Punkte. Trainerin Becky Hammon erklärte die begrenzte Spielzeit nicht mit Verletzungen. "Chennedy sollte einsatzfähig sein", sagte Hammon. "Ich habe einfach eine Executive Decision getroffen basierend auf dem, was mir gefallen hat und was funktioniert hat." Im letzten Spiel gegen Indiana spielte Carter nur 15 Minuten und erzielte keinen Punkt beim 84:68-Rückspiel.

Carters WNBA-Karriere war von Anfang an turbulent. Die vierte Pick der Atlanta Dream im Draft 2020 aus Texas A&M hatte sich nie stabilisieren können. In ihrer Rookie-Saison während der COVID-Bubble erzielte sie noch starke 17,4 Punkte in 16 Spielen. 2021 wurde sie wegen disziplinarischer Maßnahmen auf 11 Spiele beschränkt. Nach einer Suspendierung durch Atlanta kam sie 2022 zu den Los Angeles Sparks, spielte aber nur 24 Spiele. 2023 wurde sie freigegeben und spielte gar nicht. 2024 bei den Chicago Sky fand sie Stabilität: 33 Spiele, 17,5 Punkte durchschnittlich. Dann saß sie 2025 aus, wurde im April von Las Vegas verpflichtet, spielte stark im Mai und ist jetzt wieder weg.

Zum Ausgleich signed die Aces die 6-Fuß-4-Guard/Forward Justine Pissott. Die zweite Pick der Indiana Fever aus dem April aus Vanderbilt war bislang als Developmental Player tätig. Las Vegas, tied mit Minnesota an der Spitze der WNBA mit 15:6-Bilanz, spielt nächsten Donnerstag in Portland.

Carters erneute Entlassung durch einen Champion zeigt ein Muster, das sich durch ihre gesamte Karriere zieht: brillante Momente wechseln sich mit Verletzungen, Disziplinarmaßnahmen und Phasen der Instabilität ab. Während deutsche Basketball-Fans die WNBA weniger intensiv verfolgen als die NBA, lohnt sich ein Blick auf Carters Fall für jeden, der Career-Trajektorien interessant findet. Ihre Geschichte ist weniger eine Verletzungs- oder Talent-Tragödie als vielmehr ein Beispiel dafür, wie ein Spieler trotz offensichtlicher Fähigkeiten nie einen stabilen Platz in einer Liga findet. Im April sah es aus, als könnte Las Vegas ihr das geben. Nach drei Monaten ist klar: Even bei einem Champion findet sie nicht die Ruhe, die ihre Karriere brauchen würde.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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