NBA-Sommer 2026: Welche Teams haben das meiste Geld
← NewsNBA

NBA-Sommer 2026: Welche Teams haben das meiste Geld

Die NBA-Draft-Saison ist vorbei, jetzt dreht sich alles um Free Agency und Trades. Doch welche Teams können tatsächlich Geld ausgeben? Und wer muss sparen, weil die Salary-Cap-Regeln zuschlagen?

Nur zwei Teams haben aktuell echten Spielraum: die Brooklyn Nets und die Chicago Bulls können jeweils mehr als 30 Millionen Dollar in freie Cap Space investieren. Das ist ein drastischer Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als immerhin noch drei Teams (Nets, Memphis Grizzlies, Milwaukee Bucks) ihre Spielräume nutzen konnten, um ihre Kader zu verbessern oder Spielerkontrakte zu akquirieren. Der Grund für diese Knappheit liegt in der 2023 unterzeichneten CBA, die zu immer mehr Rookie- und Veteran Extensions führte und damit die Liga enger schnürt.

Die Salary Cap liegt bei 165 Millionen Dollar, doch Teams müssen mindestens 90 Prozent davon, also 148,5 Millionen, bis zum ersten Spieltag ausgeben. Chicago etwa hat derzeit nur 111 Millionen gebunden und muss also 37,5 Millionen nachlegen. Schafft das die Franchise nicht, wird die Differenz an die eigenen Spieler verteilt und Chicago verliert auch die Geldausschüttung, die Non-Tax-Zahlern am Saisonende zusteht, ein Verlust von etwa 8 Millionen Dollar. Das bedeutet konkret: Die Bulls hätten maximal 14,3 Millionen Cap Space während der Saison zur Verfügung.

Teams über der Cap bekommen immerhin noch die 9,4-Millionen-Dollar-Midlevel Exception, um damit Spieler zu verpflichten oder zu akquirieren.

Brooklyn Nets: Die Nets stehen vor einer interessanten Entscheidung. Sie könnten etwa 37 Millionen Cap Space haben, bevor der Trade für Julius Randle am 6. Juli finalisiert wird. Das heißt: Die Nets könnten vor diesem Datum mit freien Agenten verhandeln oder Trades tätigen. Erst wenn sie über die Salary Cap gehen, würden sie Randle mit der Traded Player Exception für Nic Claxton akquirieren. Das ist die gleiche Strategie wie im vergangenen Sommer, als Brooklyn Michael Porter Jr., Terance Mann und Haywood Highsmith holte. Porter zahlte sich aus, erzielte Karrierehochs im Scoring und war sogar ein Kandidat für die All-Star-Nominierung. Zusätzlich sicherte sich Brooklyn einen ungeschützten First-Round-Pick von Denver für 2032.

Die entscheidende Frage lautet jetzt: Machen die Nets das gleiche Spiel noch mal und suchen nach Kontrakten mit Draft-Picks in der andere Seite der Waage? Oder gehen sie diesmal den klassischen Free-Agency-Weg? Die Nets brauchten zuletzt vor allem drei Dinge: Entwicklung ihrer jüngeren Spieler, Konsistenz und bessere Sieggewohnheiten. Die Defensive war eine Katastrophe (Platz 27 der Liga), doch über 15 Spiele hinweg von Ende November bis Dezember zeigten sie, wer sie sein könnten: Sie rangieren zwei in der Defense, erlaubten die wenigsten Dreier, weniger Offensive Rebounds und weniger Punkte insgesamt. Das war nur eine kurze Phase, aber sie bewies, dass die Teile zusammenpassen könnten.

Deutsche Fans sollten die Nets weiter beobachten, weil dieses Team einen interessanten Weg geht: nicht einfach Stars kaufen, sondern gezielt junge Spieler entwickeln und durch strategische Moves aufbauen. Das ist für die gesamte NBA-Landschaft wichtig zu verstehen, besonders wenn man sieht, wie sehr die Salary-Cap-Regeln den Markt verengen. Welche Teams kreativ mit wenig Geld werden, bestimmt die nächsten Jahre mit.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
← Alle News