Die Minnesota Vikings haben sich einen der größten Wide Receiver der Liga ins Team geholt, aber Justin Jefferson will sich nicht in den Kampf um den Starting-Job einmischen. Während die Vikings diese Woche ihr obligatorisches Minicamp abschlossen, machte der Star-Receiver klar, dass die Entscheidung zwischen Neuzugang Kyler Murray und dem bisherigen Starter J.J. McCarthy allein beim Trainerstab liegt.
Jefferson arbeitet derzeit mit beiden Quarterbacks zusammen und plant, das über den gesamten Sommer hinweg zu tun. Doch bei der endgültigen Wahl will er keine Rolle spielen. "Am Ende ist das eine Entscheidung des Trainers", sagte Jefferson. "Es geht darum, was sie in den Trainingslagern sehen, welche Plays sie machen, wie sie sich anpassen, ob sie auch verbal führen können. Das sind alles Dinge, die in diese Entscheidung fließen." Die Liga geht davon aus, dass Murray der klare Favorit auf den Starting-Job ist, was bedeuten würde, dass die Vikings zum vierten Mal in vier Jahren einen anderen Quarterback in Woche 1 ins Spiel schicken.
Jefferson betonte die Wichtigkeit, beide Quarterbacks in der Offseason vorbereitet zu haben. Die Spieler verteilen sich in den nächsten sechs Wochen auf dem Land, bevor sie Ende Juli zurück nach Minnesota kommen. In dieser Zeit will Jefferson sicherstellen, dass er mit Murray und McCarthy gleichermaßen Zeit zum Trainieren verbringt. "Das ist wirklich wichtig, um die Timing-Abstimmung perfekt hinzubekommen", erklärte der Receiver. "So starten wir nicht wieder bei null im Training Camp." Schon im April hatte Jefferson sein Interesse an Murrays Spielfähigkeiten bekundet, war aber auch deutlich geworden, was Murrays Ankunft für McCarthy bedeutet.
In dieser Woche zeigte sich Jefferson begeistert vom Wachstum beider Spieler. Murray arbeite sich durch den "unbequemen" Prozess ein, ein neues Offense-System zu lernen, während McCarthy deutlich "intelligenter" geworden sei, besonders bei der Wurftechnik. "Er versteht jetzt besser, welche unterschiedlichen Würfe er werfen kann", sagte Jefferson. "Nicht jeden Pass muss man mit 100 Meilen pro Stunde werfen. Manchmal reicht ein leichter Touch zum richtigen Spot. Das ist sein wichtigster Fortschritt." Coach Kevin O'Connell hat die erste Phase des Training Camps bereits strukturiert, um beiden Quarterbacks ausreichend Spielzeit zu geben. Die Konkurrenz könnte bis in die Preseason gehen und sogar die gemeinsamen Trainingstage mit den Baltimore Ravens Mitte August einschließen.
Für deutsche Fans, die die Vikings verfolgen, wird es interessant zu sehen, wie sich diese Quarterback-Situation auf Jeffersons Fantasy-Wert auswirkt. Murray bringt zusätzliche Mobilität ins Spiel, was neue Playbook-Möglichkeiten eröffnet, während McCarthy unter Druck beweisen muss, dass er wirklich entwicklungsfähig ist. Jefferson wird mit beiden Quarterbacks arbeiten, aber die Chemie-Frage bleibt offen. Wer am Ende die Starting-Position bekommt, könnte durchaus Auswirkungen auf die Häufigkeit und Art seiner Plays haben.