Will Wade startet seine zweite Zeit als Trainer von LSU mit vier neuen Transfer-Spielern, die der Klub am Donnerstag offiziell anmeldete. Abdi Bashir kommt von Kansas State, Mouhamed Dioubate von Kentucky, Austin Nunez von UTSA und Divine Ugochukwu von Michigan State. Alle vier sind bereits auf dem Campus eingeschrieben.
Bashir, ein 6-Fuß-7-Guard, bringt die meiste Offensive mit sich. In 18 Spielen an der Kansas State durchschnittlich 13,2 Punkte, 2,2 Rebounds und 2,3 Assists. Am beeindruckendsten war seine Quote von der Drei-Punkte-Linie: 44,4 Prozent. Wade lobt Bashirs Elite-Schießfähigkeiten und sieht in ihm einen wichtigen Teil der zukünftigen Außenlinie. Bashir kam erst 2025 zu Kansas State, spielte zuvor zwei Saisons bei Monmouth.
Austin Nunez (6-2) bringt Erfahrung im Ballhandling mit. An der UTSA kam der Transfer auf 9,8 Punkte, 2,8 Assists und 2,1 Rebounds pro Spiel. Wade schätzt Nunez' Fähigkeit, ein Team auf beiden Seiten des Platzes zu führen, und seine situative Spielweise. Zuvor spielte Nunez auch noch bei Mississippi und Arizona State.
Divine Ugochukwu (6-3) war an Michigan State eine Reserve. Nach seiner Übersiedlung von Miami spielte er dort in 16,1 Minuten durchschnittlich 5,1 Punkte und 1,5 Assists. Sein Vorteil: Flexibilität. Er kann sowohl auf der Point Guard- als auch auf der Shooting Guard-Position spielen, was Wade gefällt.
Mouhamed Dioubate (6-7) meldete sein Vorhaben bereits Ende April an. An Kentucky durchschnittlich 8,8 Punkte und 5,5 Rebounds in 21,6 Minuten pro Spiel. Dioubate verbrachte seine ersten zwei College-Saisons bei Alabama. Wade betont Dioubates physikalische Spielweise und seine Defensiv-Vielseitigkeit. Der Franzose kann laut Wade alle fünf Positionen decken.
Darüber hinaus arbeitet Wade daran, mehrere erfahrene internationale Spieler zu verpflichten. Einige benötigen möglicherweise NCAA-Freigaben wegen früherer Verbindungen zu Profiklubs im Ausland. In dieser Gruppe: Yam Madar (25, Israel, Profi), Brice Dessert (23, Frankreich, EuroLeague), Marcio Santos (23, Brasilien, EuroLeague), Saliou Niang (22, Italien, Wing) und Michael Ruzic (19, Kroatien, Forward).
Ein weiterer Name ist RJ Luis. Der 6-Fuß-7-Guard war der Big East Player of the Year an St. John's 2025 und erklärte sich damals für den NBA Draft. Die NBA ignorierte ihn, darauf folgte eine Two-Way-Verhandlung mit Utah Jazz, später wurde er zu Boston Celtics getradet. Allerdings spielte Luis nie in der NBA oder G League. Diese Tatsache könnte sein Argument für eine NCAA-Freigabe sein, um für Wade spielen zu dürfen.
Wades Transfers zeigen Ambition, aber auch die Komplexität moderner College-Basketball-Rekrutierung. Bashirs Elite-Shooting und Dioubates Defensiv-Vielseitigkeit könnten LSU sofort helfen, doch die internationale Komponente mit potentiellen NCAA-Problemen birgt Risiken. Für deutsche Fans, die auf Wades LSU-Team folgen, könnte das Experiment mit etablierten Transfers interessant werden, besonders wenn die internationalen Spieler freigegeben werden. Madar und Santos hätten auf der Elite-Ebene Erfahrung, die deutschen Leagues helfen könnte zu verstehen, wie diese Spieler ticken.